Die Häfler Künstlerin Erika Lohner und die Überlinger Galerie Fähnle wurden mit dem Kunst- und Kulturpreis des Bodenseekreises ausgezeichnet. Landrat Lothar Wölfle überreichte den Preis im Rahmen einer Feier in der historischen Bibliothek im Schloss Salem an die Preisträgerinnen. Für die Galerie Fähnle nahm Ulrike Niederhofer, Vorsitzende des Fördervereins der städtischen Galerie Fähnle, den Preis entgegen. Das Preisgeld von 5000 Euro wurde auf die Preisträgerinnen jeweils zur Hälfte aufgeteilt.

Kunst in besonderer Weise öffentlich gemacht

„Mit den Preisträgerinnen wollen wir das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement in der Kunst herausstellen“, betonte Wölfle in seiner Ansprache. Die beiden Frauen hätten Kunst in einer besonderen Weise öffentlich gemacht und so die Gesellschaft bereichert. „Kunst muss erreichbar sein für alle Teile der Gesellschaft“, betonte der Landrat. Kunst brauche die Kommunikation.

Das könnte Sie auch interessieren

Erwin Niederer lobt Engagement von Erika Lohner als Galeristin

Kunstpädagoge und Kunstkritiker Erwin Niederer hielt in einer sehr persönlichen, frei gehaltenen Rede die Laudatio auf die Künstlerin und Galeristin Erika Lohner. Er kenne sie seit 35 Jahre, 18 Jahre habe sich Lohner als Galeristin der „Plattform 3/3“ mit Liebe und Leidenschaft für die Kunst eingesetzt. „Sie konnte als Künstlerin auf Augenhöhe mit den Künstlern umgehen“, beschrieb Niederer die Preisträgerin. Er gab einen Überblick, der von den Anfängen des Engagements der Künstlerin für die Galerie Plattform 3/3 bis zur Übergabe an das Kunsthaus Caserne reichte. Der an die Stadt Friedrichshafen herangetragene Traum von einem Künstlerdorf habe sich nicht umsetzen lassen. „Die Fantasie war da nicht groß genug“, meinte Niederer.

Das könnte Sie auch interessieren

Oswald Burger hebt Verdienste des Fördervereins Galerie Fähnle hervor

Der Historiker Oswald Burger zeichnete in seiner Laudatio auf die Überlinger Galerie Fähnle deren Entwicklung nach. Hans Fähnles Bruder Ernst schenkte den Nachlass, das Haus und die Kunstwerke 1975 der Stadt – mit der Maßgabe, dass das künstlerische Wirken Hans Fähnles der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Darum kümmert sich seit 2012 der Förderverein. „Als gelegentlicher Kunstflaneur kehre ich immer wieder in die Galerie zurück“, sagte Burger. Der Förderverein habe Erstaunliches erreicht.