Bezahlt hat das Ganze bisher der Steuerzahler, nicht – wie eigentlich geplant – der Gast, der von freier Fahrt in Bus und Bahn profitiert. Und der Image-Schaden ist gewaltig.

Eigentlich sollte sich die EBC nach einer Phase der Anschubfinanzierung selbst tragen. Acht, neun Gemeinden wollten zuerst mitmachen. So wären vom Start weg rund 1,5 Millionen Übernachtungen beitragspflichtig geworden. Doch nur vier Gemeinden mit 500 000 Übernachtungen im Jahr spielten mit. Die ganze Rechnung ging also von Anfang an nicht auf.

Jetzt kommt das Papierticket im EBC-Mäntelchen. Die DBT hofft, dass jetzt mehr Gemeinden und vor allem mehr Gastgeber mitmachen wollen. Doch der Preis für die Karte ist hoch. Nicht nur, weil sie weiterhin 1 Euro pro Gast und Nacht kostet. Bleibt die DBT weiter chronisch unterfinanziert, steht sie am Ende selbst zur Disposition. Die "neue" EBC braucht also eine breite Akzeptanz, sonst trägt sie sich nie. Solange muss der Kreis weiter in Vorleistung gehen. Mit Steuergeldern.