Das Landratsamt hat das seit Ende Juli geltende Wasserentnahmeverbot laut einer Mitteilung bis zum 15. November verlängert. Der Grund sind die immer noch sehr geringen Niederschlagsmengen. "Auch wenn sich die Wassertemperaturen mittlerweile entspannt haben, herrscht in vielen Gewässern weiterhin Wassermangel, was die dort lebenden Tiere und Pflanzen gefährdet", heißt es in der Mitteilung. Ohne langanhaltende, ergiebige Niederschläge sei mit noch weiter sinkenden beziehungsweise auf sehr niedrigem Niveau stagnierenden Wasserständen zu rechnen.

Eine nachhaltige Wetteränderung sei aktuell nicht absehbar. Aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit, insbesondere zur Ordnung des Wasserhaushalts und des Schutzes der Natur, sei deshalb eine Beschränkung des Gemeingebrauchs erforderlich. Das wirtschaftliche oder persönliche Interesse der Anlieger und anderer Gewässernutzer an einer, im Rahmen der Gesetze zulässigen, unbeschränkten Nutzung habe in diesem Fall hinter dem öffentlichen Interesse an der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer und dem Schutz der Natur zurückzustehen, gibt das Landratsamt an. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit oder als Umweltstraftat geahndet werden. Sollten sich die Wasserpegel nachhaltig verbessern, wird die Allgemeinverfügung gegebenenfalls vorzeitig aufgehoben. Ansonsten gibt es die Möglichkeit, bei der unteren Wasserbehörde Ausnahmen von dem Entnahmeverbot zu beantragen.