Es handelt sich insgesamt um rund 2000 Proben aus den Landkreisen Tübingen, Biberach, Ravensburg und dem Bodenseekreis. Davon stammen die meisten Proben aus dem Kreis Tübingen, heißt es in einem gemeinsamen Statement des Gesundheitsministeriums sowie der Landkreise.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Vorgehen des Labors halte die Betroffenen weiter in Ungewissheit und sei nicht akzeptabel. Das Gesundheitsministerium hat sich deshalb mit den betroffenen Landkreisen auf folgendes Vorgehen verständigt: Betroffene, bei denen im Zeitraum zwischen 14. und 18. März in den genannten Kreisen eine Probenahme auf das Coronavirus erfolgte, die bis heute noch kein Ergebnis erhalten haben und die jetzt noch grippeähnliche Symptome sowie Fieber von mindestens 38 Grad Celsius haben, werden gebeten, sich umgehend mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen, um eine Nachtestung zu veranlassen.

„Bei Personen, die jetzt keine grippeähnlichen Symptome mehr haben, kann mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Testergebnis negativ ausgefallen wäre“, heißt es in der Mitteilung weiter. Sollten diese Personen in den kommenden Tagen jedoch erneut solche Symptome und Fieber von mindestens 38 Grad Celsius entwickeln, werden auch sie darum gebeten, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Parallel wird gemeinsam mit dem Labor geprüft, ob wenigstens noch ein Teil der dort vorhandenen Proben ausgewertet werden kann.

Erster Landesbeamter Christof Keckeisen (links), Leiter des Krisenstabs, mit Landrat Lothar Wölfle.
Erster Landesbeamter Christof Keckeisen (links), Leiter des Krisenstabs, mit Landrat Lothar Wölfle. | Bild: Mommsen, Kerstin

Landrat Lothar Wölfle sagt dazu: „Ich teile den Ärger und kann das Gefühl der Ungewissheit nachvollziehen, das nun die betroffenen Menschen haben, die noch auf ihre Testergebnisse warten. Aus den Testreihen, die wir im CTZ zwischen Sonntag, 15. und Mittwoch, 18. März gemacht haben, betrifft das laut unserer Dokumentation rund 350 Personen. Die genaue Anzahl werden wir mit dem betreffenden Privatlabor noch klären müssen.“

Idee eines Screenings nicht durchzuhalten

Weiter heißt es im Statement des Landrats: „Wir haben mit unserm CTZ möglichst lange den Ansatz einer breiten Testung verfolgt. Denn ich kann es persönlich gut nachvollziehen, dass jeder größtmögliche Gewissheit über seinen oder ihren Gesundheitsstatus haben möchte. Es hatte sich aber bereits im Laufe der vergangenen Woche abgezeichnet, dass diese Idee eines Screenings angesichts der begrenzten Laborkapazitäten nicht durchzuhalten und am Ende medizinisch auch nicht mehr sinnvoll ist. Der Ausfall des Analysebetriebs in dem von uns beauftragten Labor und die vielen daraus resultierenden vergeblichen Proben, machen schmerzhaft deutlich, wie wichtig es nun ist, dass wir die medizinischen Kapazitäten konsequent auf die Menschen konzentrieren, die sie wirklich brauchen.“