Kaum mehr wiederzuerkennen ist der künftige Anschluss des Burgberg an die neue B31. Gut 30.000 Kubikmeter Erde wurden aufgeschüttet und bewegt, um den Damm für den neuen südlichen Kreisverkehr und den Lärmschutzwall aufzuschütten. Inzwischen sind die neuen Verkehrsbeziehungen auf der Baustelle schon gut abzulesen, die für Autofahrer, Radler und Fußgänger geschaffen werden.

Vieles ist künftig möglich, einige Verbindungen werden direkter und schneller sein – wie die Verbindung zwischen Burgberg und Gewerbegebiet. Aber nicht mehr alles geht, was früher vielleicht Gewohnheit war. Doch die gute Nachricht ist: Die Freigabe soll hier ebenso noch vor Weihnachten erfolgen wie beim ganz neuen Anschluss bei Altbirnau an der Rengoldshauser Straße.

Mächtige Wälle wurden für den Lärmschutz aufgeschüttet. Rechts ist die Kleingartenanlage zu sehen.
Mächtige Wälle wurden für den Lärmschutz aufgeschüttet. Rechts ist die Kleingartenanlage zu sehen. | Bild: Hanspeter Walter

„Unsere Zielvorgabe war bei beiden Maßnahmen, dass sie noch in diesem Jahr für den Verkehr freigegeben werden“, sagt Abteilungsleiter Matthias Mews. „So wie es im Moment aussieht, können wir dies auch einhalten.“ Über weite Strecken seien die drei beteiligten Baufirmen Storz, Strabag und Strobel so gut vorangekommen, dass sie die Nässeperiode der vergangenen beiden Wochen verkraften konnten. „Für die Erdbauarbeiten und zum Asphaltieren war es lange zu feucht“, erklärt Projektleiter Jens Kehrer, der für die Baumaßnahme am Burgberg verantwortlich zeichnet.

Über den nördlichen Kreisverkehr gelangen auch Radler und Fußgänger zum Einkaufzentrum und in das Gewerbegebiet.
Über den nördlichen Kreisverkehr gelangen auch Radler und Fußgänger zum Einkaufzentrum und in das Gewerbegebiet. | Bild: Hanspeter Walter

Die beiden Kreisverkehre südlich und nördlich der B31-neu sind fast fertig, der neue Anschluss am Burgbergring, für den einige Parkplätze der Schatzbergbewohner geopfert werden mussten, ist ebenfalls zu erkennen. Auch Kehrer ist zuversichtlich, dass die Freigabe noch vor Weihnachten möglich sein wird – sofern das Wetter keine Kapriolen macht. Um die weitgehend fertiggestellten Fahrbahnen asphaltieren zu können, bedarf es einer Temperatur von wenigstens fünf Grad, damit der Belag richtig abbinden kann.

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Dieser Belag ist bei der neuen südlichen Ausfahrt Rengoldshausen teilweise schon aufgebracht. Hier muss auf Höhe der Fuchshalde allerdings noch eine Röhre für Radler und Fußgänger integriert werden, um bei dem künftig höherem Verkehrsaufkommen eine sichere Querung zu ermöglichen. Während die Fahrbahn hier aus diesem Grund etwas höher liegen wird, musste sie im Bereich der bestehenden Brücke tiefer gelegt werden, um die erforderliche Durchfahrtshöhe für Lkws zu erreichen. Die fehlende lichte Höhe bei Altbirnau war manchem in den letzten Jahren zum Verhängnis geworden.

Ebenfalls noch vor Weihnachten soll der ganz neue Anschluss der Rengoldshauser Straße an die B 31-neu freigegeben werden. Oben entsteht der Kreisverkehr bei Altbirnau.
Ebenfalls noch vor Weihnachten soll der ganz neue Anschluss der Rengoldshauser Straße an die B 31-neu freigegeben werden. Oben entsteht der Kreisverkehr bei Altbirnau. | Bild: Hanspeter Walter

Dieser neue Anschluss der B31 an die Rengoldshauser Straße, für den die Stadt Überlingen schon 2012 in Vorleistung gegangen und die Voraussetzungen geschaffen hatte, wird insbesondere für die Verkehrslenkung bei der Landesgartenschau zum Pendler-Parkplatz große Bedeutung bekommen. Erst ein Jahr später, also 2021, wird dann die bestehende Brücke abgerissen und durch eine breitere Fahrbahn ersetzt. Bis dahin wird die Einfahrt in die B31 in Richtung Friedrichshafen noch ohne Beschleunigungsspur und damit etwas erschwert sein. Weitgehend abgeschlossen sind die Arbeiten am neuen Kreisverkehr nördlich der B31 bei Altbirnau.

Hier wie dort sind die topografischen Veränderungen markant. Mächtig in Erscheinung treten am Burgberg die Lärmschutzwälle südlich der neuen B31 und der Zufahrt vom Burgberg, die neben dem angrenzenden Wohngebiet auch die dortige Kleingartenanlage abschotten. Am westlichen Ende sind sie auch extra breit angelegt, um später mit den erforderlichen Maschinen für die Pflege guten Zugang zu haben. Wenn die beiden neuen Kreisverkehre am Burgberg in Betrieb gehen, wird auch die Fahrbahn der alten B31 in Richtung Aufkirch wieder zur Verfügung stehen.

Dann erstmals als lang ersehnte Stadtumfahrung für Überlingen. Über die neue Brücke in Richtung Einkaufszentrum und Gewerbegebiet wird ebenfalls ein separater Geh- und Radweg angelegt. Auch ein kleiner Fußweg zum Bereich Oberriedweg (Lidl, Autohaus Klaus, Bosch Bolter) wird wieder hergestellt werden, erklärt Projektleiter Jens Kehrer vom Straßenbauamt.

Der neue Kreisverkehr südlich der B 31 bindet den Burgberg und die künftig Stadtumfahrung in Richtung Aufkirch an. Dahinter sind links die Hochhäuser des Schatzberg, rechts zwischen den Bäumen der Sonnenberg zu erkennen. Noch vor Weihnachten soll der neue Anschluss mit der Brücke in Richtung Gewerbegebiet für den Verkehr freigegeben werden.
Der neue Kreisverkehr südlich der B 31 bindet den Burgberg und die künftig Stadtumfahrung in Richtung Aufkirch an. Dahinter sind links die Hochhäuser des Schatzberg, rechts zwischen den Bäumen der Sonnenberg zu erkennen. Noch vor Weihnachten soll der neue Anschluss mit der Brücke in Richtung Gewerbegebiet für den Verkehr freigegeben werden. | Bild: Hanspeter Walter