„Bevor gebacken und gekocht werden konnte, musste Getreide angebaut werden. Dafür benutzen die Pfahlbauer Ackerbau- und Erntegeräte“, berichtet Matthias Baumhauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums. Nachbildungen davon können Besucher während der Aktionswoche in die Hand nehmen. „Auch erfahren sie von Archäologen des Museums Wissenswertes zum Brot, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel der Deutschen“, so Baumhauer. An einem Mahlstein kann getestet werden, wie anstrengend diese Arbeit in der Steinzeit war.

Multimediashow mit 360-Grad-Panorama

Zu Beginn des Museumsbesuchs tauchen Besucher in die Multimediashow Archaeorama ein. „Mit seinem 360-Grad-Panoramabild ist es weltweit der einzige Platz, wo man sieht, wie Archäologen unter Wasser arbeiten und wie ein Pfahlbaudorf entsteht“, erklärt Baumhauer. Die 23 Häuser der sechs Museumsdörfer geben Einblicke in das Leben der Menschen der Vorzeit.

Ein Blick in die Multimediashow Archaeorama. Besucher können sehen, wie Archäologen unter Wasser arbeiten und wie ein Pfahlbaudorf entsteht.
Ein Blick in die Multimediashow Archaeorama. Besucher können sehen, wie Archäologen unter Wasser arbeiten und wie ein Pfahlbaudorf entsteht. | Bild: Pfahlbaumuseum

Sonderausstellung mit gut 1000 Fundstücken

Außerdem kann die Sonderausstellung „Das Erbe der Pfahlbauer“ besucht werden. Dort seien mehr als 1000 Fundstücke aus Pfahlbausiedlungen rund um die Alpen zu entdecken, die 2011 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurden.

Museumskino zeigt „Steinzeit – Das Experiment“

Die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderte Veranstaltungswoche ist ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018/19 „Sharing Heritage“. Die Angebote zur Themenwoche finden von 10 bis 18 Uhr statt, sind im Eintrittspreis enthalten und ergänzen die Führungen durch die Pfahlbauhäuser. Das Freilichtmuseum ist täglich von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet. Darunter sind die Häuser der Fernsehserie „Steinzeit – Das Experiment“, in dem zwei Familien auf eine Zeitreise geschickt wurden. Im Steinzeit-Kino werde gezeigt, wie es den beiden Familien ergangen ist.

Anfragen und Anmeldungen für Gruppen ab 15 Personen unter Telefon 0 75 56/92 89 00. Informationen zum Pfahlbaumuseum: http://www.pfahlbauten.de; Informationen zum Kulturerbejahr im Internet: http://www.sharingheritage.de