Einen städtischen Akzent im Dorf vermittle der sehr wuchtig in Erscheinung tretende Bau, befanden einige Ortschaftsräte weiterhin. Bürgermeister Martin Rupp und Ortsvorsteher Jakob Krimmel hatten mit dem potentiellen Bauherrn gesprochen. „Von der Kubatur her ist es jetzt dasselbe, allerdings hat das Gebäude jetzt ein richtiges Satteldach und im Erdgeschoss ist der Verbindungsbau gestrichen“, so Ortsvorsteher Jakob Krimmel. „Die Änderungen haben eine größere Wirkung, als ich dachte. Das Dach ist ein deutliches Dach geworden, optisch hat einiges dazugewonnen.“ Es sei immer noch viel Baumasse, aber man bewege sich im Paragraph 34 und im Bauausschuss werde es Zustimmung finden. Das bedeutet, dass man sich nach der Umgehungsbebauung in einem Umkreis von 100 Metern richtet. Mit zwei Stellplätzen pro Einheit werde auch viel Fläche versiegelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Raphael Wieser (FW) befand, dass sich das Haus jetzt besser einfüge, weil die zwei Gebäude jetzt nicht mehr zusammenstünden und als eines wirkten. Anstelle des Verbindungsbaus sowie links und rechts des Gebäudes warengroße Bäume visualisiert worden. „Aber was passiert irgendwann mit anderen Grundstücken, mit Höfen, die aufgeben werden?“ stellte er in den Raum. „Es ist immer der erste Schritt…“

Karsten Küpfer (LBU) fand das Dach immer noch sehr flach. „Wenn jetzt der Verbindungsbau gestrichen ist, wohin kommen dann die Räder und Mülltonnen?“ Für ihn bleibe der störende Eindruck der Dreigeschossigkeit, auch wenn es baurechtlich nicht so sei. Die Ausfahrsituation sei auch nicht anders gelöst und an der hohen Nachverdichtung habe sich ebenfalls nichts geändert. Er stellte sich 23 neue Autos und 30 bis 40 Menschen in dem Gebäude vor. „Meine Antwort bleibt weiterhin nein.“ Christian Wegis (FW) verwies auf den Bau „Obere Mühle“ und dass Einfamilienhäuser unökologisch seien.

Das Dorf ist im Wandel

Karl Hafen (FW) fand, dass die Planung jetzt etwas besser passe, Angelika Bernhardt-Welte (CDU) kann sich mit dem Vorhaben nicht anfreunden: “Da sehen wir Grün drumrum mit Bäumen, aber bis die mal so groß sind.“ Jakob Krimmel meinte: „Das Dorf ist im Wandel, da ist nicht alles gut und schön. Wir werden ein Stück von der Dorfidylle abrücken. Die Frage ist, ob man sich der Entwicklung verschließen kann.“