Blick zurück: Änderungen bei der Personalstruktur, die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehrkameraden, die Ausstattung sowie bauliche Veränderungen innerhalb der Gemeinde machten 2019 eine Überprüfung und Überarbeitung des sogenannten Brandschutzbedarfsplans notwendig. Dieser wurde dem Gemeinderat im Oktober 2019 vorgestellt, der die Fortschreibung einstimmig beschloss.

Vor dem Sportplatz und neben der künftigen Wohnbebauung soll das zentrale Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Dafür beschloss der ...
Vor dem Sportplatz und neben der künftigen Wohnbebauung soll das zentrale Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Dafür beschloss der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans. | Bild: Christiane Keutner

Das Fazit der Überarbeitung war: Die Feuerwehrkameraden sind zwar sehr gut ausgebildet, aber im Falle eines Einsatzes tagsüber können sie – aufgrund auswärtiger Arbeitsstellen beispielsweise – nicht frühzeitig zur Stelle sein. Von einer zentralen Einsatzstelle erhofft man sich eine Verbesserung. Das macht den Bau eines gemeinsamen Gerätehauses notwendig.

Ein geeignetes Grundstück wurde mittlerweile gefunden. Das Grundstück, das aktuell als landwirtschaftliche Fläche verpachtet ist, liegt baurechtlich im Außenbereich. Es grenzt an den ehemaligen Sportplatz und das künftige Wohnquartier „In der Breite“ an. Deshalb muss neben der Änderung des Flächennutzungsplans auch ein entsprechender Bebauungsplan „Zentrales Feuerwehrgerätehaus“ aufgestellt werden. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat einstimmig.

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Wie geht es weiter? Die Zeit eilt, denn bis Ende Januar 2023 muss der Förderantrag gestellt werden. Nachdem Feuerwehrkommandant Jürgen Fassott dem Gemeinderat im Juli das sogenannte Lastenheft mit den Anforderungen für das neue Gerätehaus vorgestellt hatte, das als Grundlage für die weiteren Planungen dient, hatte sich der Gemeinderat für einen Architektenwettbewerb ausgesprochen. Weil dieser rechtlich sehr komplex ist, konnte die Verwaltung für die Durchführung das Büro Hirthe aus Friedrichshafen gewinnen; erst kürzlich hatte es den Architektenwettbewerb für das Feuerwehrgerätehauses in Owingen durchgeführt. Am 8. September war die europaweite Bekanntmachung des Bermatinger Wettbewerbs auf einer Vergabeplattform veröffentlicht worden.

In die Jahre gekommen ist auch das Feuerwehrgerätehaus in Ahausen.
In die Jahre gekommen ist auch das Feuerwehrgerätehaus in Ahausen. | Bild: Christiane Keutner

Für das Wettbewerbsverfahren ist eine Jury notwendig. Dieses Preisgericht besteht aus Fachpreis- und Sachpreisrichtern, so Thomas Hirthe, der auch über den genauen Ablauf und den Zeitplan informierte. Die Fachpreisrichter sind Architekten und haben eine stimmberechtigte Person mehr, die Sachpreisrichter sind Vertreter von Gemeinderat, Feuerwehr und Verwaltung. Der Architektenwettbewerb erfolgt anonym. „So sind die Jury-Mitglieder unvoreingenommen und können objektiv urteilen. Das hat sich gut bewährt“, sagte Thomas Hirthe. Die Vorschläge sollen auch im Modell dargestellt werden.

Am 6. Oktober ist der nächste Termin für die Preisrichtervorbesprechung. Bewerbungsschluss, Auswahl der Teilnehmer und die Ausgabe der Unterlagen an diese zehn ist am 12.  Oktober. Die Abgabe der Pläne ist auf den 29. November terminiert, am 12. Dezember wird das Preisgericht ganztägig tagen. Die Vergabe erfolgt dann im Gemeinderat am 10. Januar 2023.

„Wo genau soll das Gerätehaus gebaut und wie groß soll es werden“, erkundigte sich CDU-Gemeinderätin Angelika Bernhardt-Welte Das werde später entschieden, so Rupp. Zunächst wird nur die Fläche ausgewiesen und keine Inhalte festgelegt.