„Ich bin glücklich. Es ist ein bedeutendes Projekt und die Gemeinde freut sich, die Voraussetzungen geschaffen zu haben, damit die Betriebe konkurrenzfähig bleiben können“, begründete Bürgermeister Martin Rupp im Beisein von Unternehmern beim offiziellen Übergabetermin die Umsetzung zunächst im Gewerbegebiet. Er schilderte die aufwändige Vorarbeit mit Telefonaten diverser privater Anbieter, die aber immer eine Investition der Gemeinde forderten. Erst nach Feststellung von „Marktversagen“ dürfe die öffentliche Hand über Ausschreibung ins Spiel kommen. Die Verwaltung hatte sich dann durch den Förderdschungel gekämpft, im Jahre 2019 Anträge gestellt, worauf im Herbst 2020 mit dem Bau begonnen werden konnte, so Rupp.

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5800 Meter Leerrohre wurden verlegt, kilometerweise Glasfaser eingeblasen, der Technikstandort am Rathaus sowie drei Röhrchenverteiler installiert. 590 000 Euro betrugen die reinen Baukosten. Entgegen den Erwartungen sei nicht alles von Bund und Land förderfähig gewesen, so dass die Gemeinde ein Drittel, circa 200 000 Euro, zuschießen musste. Rupp freute sich über das Engagement aller beauftragten Beteiligten. „Es hat sich gelohnt“, sagte er mit Blick auf hervorragende 1000 Mbits pro Sekunde.

Über die können sich auch die Bewohner des Neubaugebietes „Hinter dem Dorf III“ freuen, die gleich angebunden wurden. Aber auch die Gesamtgemeinde kann aufatmen: Dank des Beitritts zum Zweckverband Breitband Bodensee sollen alle Gebiete inklusive der Weiler, bis 2024 angebunden sein. Fördermittelberaterin Mirja Junge hob die Bedeutung von Glasfaser für die digitale Zukunft und die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Kommune, Land und Bund hervor, dem stimmte Jens Schilling, Geschäftsführer vom Komm.Pakt.Net, zu.