Mit einem symbolischen Spatenstich wurde der Breitbandinternetausbau für die Gewerbegebiete „Hofäcker„ und „Im Sinn“ eingeleitet. Gefördert wird das Projekt durch den Bund, der sich mit 50 Prozent der Gesamtkosten beteiligt, das Land Baden-Württemberg ist mit 40 Prozent als Ko-Finanzierer dabei. Die restlichen zehn Prozent trägt die Gemeinde.

Projektpartner

Im Zeitraum von Oktober 2020 bis Frühjahr 2021 werden vom Rathaus in Ahausen bis zur Kreuzung Heiligenbergstraße/Hofäcker auf einer Trasse von 1,3 Kilometern gut 15 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Netzbetreiber wird die Netcom BW, ein Tochterunternehmen der EnBW. Die Gesamtkosten werden mit 520 000 Euro veranschlagt.

Dazu sagte Bürgermeister Martin Rupp: „Das ist ein toller Moment, dass wir hier nach gut zwei Jahren Planungs- und Realisierungszeit für dieses Projekt diesen symbolischen Spatenstich ausführen können. Insgesamt 22 hier ansässige Gewerbebetriebe können künftig an das Glasfasernetz angeschlossen werden.“

Breitbandinternet als wichtiger Standortfaktor

Der Ausbau des schnellen Breitbandinternets gilt als eine der wichtigsten Herausforderungen, um den ländlichen Raum auch in Zukunft als Wirtschaftsstandort zu sichern. So sind viele klein- und mittelständische Unternehmen in den Gewerbegebieten „Hofäcker„ und „Im Sinn“ im Bermatinger Ortsteil Ahausen angesiedelt. Doch die schlechte Internetanbindung machte modernes Arbeiten fast unmöglich, für Bauunternehmer Marco Mayer daher ein freudiges Ereignis:

Marco Mayer
Marco Mayer | Bild: Jan Manuel Heß

„Dass es endlich losgeht, ist wirklich genial. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass alles recht zügig und störungsfrei über die Bühne geht und wenn wir dann auch noch in Ahausen irgendwann einen vernünftigen Mobilfunkempfang bekommen, wäre ich wirklich richtig glücklich.“

Auch für Gemeinderat (FDP) und Unternehmer Wolfgang Zeidler eine sinnvolle und längst überfällige Investition: „Ich bin erfreut und die Gemeinde sollte sich keine Sorgen wegen des Eigenanteils machen, der kommt wieder rein. Denn durch das schnelle Breitbandinternet können die hier ansässigen Unternehmen endlich richtig arbeiten, was höhere Erträge bedeutet, was letztendlich die Gemeinde bei den Gewerbesteuereinnahmen spüren wird.“

Wolfgang Zeidler, Gemeinderatsmitglied (FDP)
Wolfgang Zeidler, Gemeinderatsmitglied (FDP) | Bild: Jan Manuel Heß

Sowohl das Land Baden-Württemberg als auch der Bund treiben mit Fördermaßnahmen den Ausbau des Breitbandinternets voran. Zweck der Förderung ist unter anderem, dass in unterversorgten Gebieten, die aufgrund von mangelnder Wirtschaftlichkeit nicht von privaten Anbietern versorgt werden, ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Breitbandnetz aufgebaut wird.

„Die Aufgabe lautet: Bermatingen zukunftsfähig machen“

Als Berater des Bundes trat Atene KOM auf, eine Agentur, die den öffentlichen Sektor bei Breitbandprojekten begleitet. Martin Boos von Atene KOM beriet die Gemeinde unter anderem bei der Beschaffung der Fördermittel. „Die Aufgabe lautet: Bermatingen zukunftsfähig machen und mit dieser Maßnahme wird die wirtschaftliche Zukunft sichergestellt. Der Staat soll dort beim Breitbandausbau im ländlichen Raum eingreifen, wo es für Unternehmen uninteressant ist, das ist hier erfolgt.“

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Unterstützung bei Fördergeldanträgen

Hauptamtsleiterin Maria Wagner war vonseiten der Gemeinde mit der Umsetzung betraut und füllte in den vergangenen zwei Jahren viele Förderanträge aus: „Wir bekommen eine Menge Fördergelder, da halte ich den geforderten Formalismus durchaus für angemessen. Für mich persönlich war es eine schwierige Herausforderung, da es um Bereiche ging, in denen ich mich nicht auskannte. Um Fehler zu vermeiden, haben wir deswegen auch eine Rechtsberatung in Anspruch genommen. Aber auch bei Komm.Pakt.Net (Kommunaler Pakt zum Netzausbau, Anmerkung der Redaktion) und den Fördergeldberatern von Atene KOM bekam ich immer Hilfe, wenn ich sie brauchte. Meine Devise war: Lieber einmal mehr gefragt.“

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