„Die Bermatinger haben die gute Arbeit der grünen Landesregierung bestätigt, der in Stuttgart und der Kandidaten am Bodensee“, kommentiert Ahausens Ortsvorsteher Jakob Krimmel, LBU, das Ergebnis der Landtagswahl. Nun gelte es, die Wähler auch in der kommunalen Politik weiter zu überzeugen, dass die Aufgaben wie Klimaschutz und maßvoller Umgang mit Ressourcen Richtschnur für die Politik sein müssten. Ein Beispiel ist für ihn der Regionalplan: „Andere Parteien agieren nach altem Muster. Aber die Zeiten sind vorbei, in denen man mit Ressourcen so gnadenlos umgehen darf.“

Positiv findet Fabian Dilger, CDU, dass seine Partei zweitstärkste geblieben ist. Respekt und Beliebtheit der CDU hätten unter der Maskenaffäre und dem schwierigen Schulsystem gelitten. Gegen die Beliebtheit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie der Landtagsabgeordneten Martin Hahn (Grüne) und Klaus Hoher (FDP) habe die bisher eher unbekannte CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann wenig Chancen gehabt. Bei den vielen jungen Wählern in Bermatingen setzte sich der grüne Trend fort, glaubt er. Die CDU habe sich nicht so konkret und klar positioniert wie die FDP mit Klaus Hoher oder die Grünen mit Martin Hahn; das müsse man in der CDU ändern. Sehr viel Bundespolitik sei auf die Region runtergebrochen worden.

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Ulrich König, FDP Salem/Mittlerer Linzgau, sieht sich in der basisorientierten Arbeit bestätigt: „Wir hören den Bürgern vor Ort zu, nehmen ihre Anliegen ernst, unterstützen sie und versuchen, die Aufgaben mit unseren liberalen Grundsätzen zu lösen“, nennt er Rolf Haas, der dafür gesorgt habe, dass die Verantwortlichen die seit Jahren diskutierte Verkehrssituation der Bahnkreuzung in Markdorf in den Blick genommen hätten. Genauso lösungsorientiert agiere Klaus Hoher; die Ahausener vergaben acht Prozentpunkte mehr Stimmen an Hoher als die Bermatinger.

Andreas Kemmer, SPD, erschreckt der Verlust von 80 Stimmen für die SPD, mehr aber die Tatsache, dass die AfD 20 Stimmen mehr als seine Partei erhielt. „Und das in einem Ort wie Bermatingen, da fehlen mir echt die Worte.“