Das Bedauern ist groß: „Unser traditioneller Adventsbasar mit Schnäppchenmarkt wurde leider auch ein Opfer wegen Corona„, sagt Martin Hahn, Leiter der Sprungbrett-Werkstatt Bermatingen „Darüber sind wir sehr unglücklich, aber auch uns ist in diesen schwierigen Tagen die Gesundheit unserer Mitmenschen wichtiger.“

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Viele Bermatinger und Auswärtige suchen die Werkstatt mit Verkaufsräumen in der Ziegeleistraße, in denen Menschen mit psychischer Erkrankung arbeiten, sonst besonders am Basartermin auf, um individuell Gefertigtes zu erwerben. Neben dem regulären Erwerb von Arbeiten aus Weberei und Keramikwerkstatt ist bei der Gelegenheit dann auch das eine oder andere Schnäppchen zu haben.

Zu haben sind die Keramik- und Filzartikel aber trotzdem

Doch es gibt eine Alternative. Ein Mitarbeiter der Kooperations-Werkstatt Markdorf kam auf die Idee, einige der Sachen auf dem Wochenmarkt in Markdorf anzubieten. Die Stadt erteilte zügig und unkompliziert die Genehmigung. In Markdorf wurde ein kleiner Stand gebaut, an dem die Artikel an den folgenden Markttagen präsentiert werden: donnerstags, 3., 10. und 17. Dezember, jeweils von 8 bis 12 Uhr. Der Ideengeber, Gruppenleiter Philipp Käfer, wird den Stand mit Klienten der Kooperations-Werkstatt betreuen.

Weniger Besucher in den Verkaufsräumen und weniger Aufträge

„Wir freuen uns auf den Besuch vieler Stammkunden und vielleicht können wir mit unserer kleinen Auswahl des großen Sortiments an Keramik- und Filzartikeln sogar neue Interessierte gewinnen“, hofft Martin Hahn. Und er hegt weitere Hoffnungen: Zum einen, dass das Frühjahr wieder entspannte Verkaufsmöglichkeiten bieten wird, denn coronabedingt hat auch die Zahl der Besucher in den Verkaufsräumen abgenommen. Und zum anderen, dass die ebenfalls zurückgegangenen Aufträge für die Industriemontage und Metallbearbeitung – Verpackungs- und Kommissioniersarbeiten – wieder zunehmen. Martin Hahn ergänzt: „Wir freuen uns auch über neue Auftraggeber und vielleicht findet der eine oder andere doch noch zu uns.“