Derzeit sei mit Ertragsausfällen in der Ergebnisrechnung zu rechnen, sagte Willamowski. Speziell die Grund- und Gewerbesteuer sowie die Einkommens- und Umsatzsteuer unterlägen einem negativen Trend. „Ganz klar macht sich hier corona-bedingte negative Konjunkturlage bemerkbar.“ Doch wie hoch die Ertragsausfälle ausfallen werden, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostizieren. „Allerdings sind derzeit ‚Hilfspakete‘ für Gemeinden durch Bund und Land im Gespräch, deren endgültige Summe erst mal abzuwarten sei“, so Willamowski weiter.

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Der Verlauf der investiven Maßnahmen der Gemeinde in der Finanzrechnung ist in diesem Jahr von den Großprojekten – Sportstättenkonzeption, Anbau Kindergarten Ahausen, Erschließung „Hinterm Dorf III“ sowie Breitbandausbau im Gewerbegebiet Hofäcker in Ahausen – abhängig. Das Gesamtvolumen der Großprojekte für 2020 betrage insgesamt rund 6,15 Millionen Euro. Zu deren Absicherung hatte die Gemeinde im Rahmen des Haushaltsplans 2020 eine Kreditermächtigung in Höhe von 1,7 Millionen Euro eingeplant.

Sehr hohes Investitionsvolumen

Daher kündigte Willamwoski an: „Aufgrund unserer derzeitigen Situation – sehr hohes Investitionsvolumen, Vermarktung zweier Baugebiete und der niedrigen Verzinsung – werden wir die geplante Kreditaufnahme in Höhe von 1,7 Millionen Euro komplett benötigen und auch aufnehmen müssen.“

Der Gemeinderat ermächtige einstimmig die Verwaltung, den Kredit bis spätestens am 1. August dieses Jahres bei der Sparkasse Salem-Heiligenberg aufzunehmen. Bei einer Laufzeit von zwei Jahren beträgt der vereinbarte Zinssatz 0,02 Prozent, womit die jährliche Zinsbelastung bei 340 Euro liegt. Sofern die volle Kreditsumme nicht benötigt würde, besteht die Möglichkeit der Teilrückzahlung.

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