In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag hatten die Räte über eingegangene Bedenken und Anregungen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange für das neue Wohnquartier „In der Breite“ auf dem Gelände des Sportvereins Bermatingen zu beraten und zu beschließen.

Wegen Corona wiederholte Auslegung der Planung

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In der Sitzung vom 18. Februar dieses Jahres hatte der Gemeinderat dem präsentierten Entwurf des mit der Planung beauftragten Städteplaners Helmut Hornstein sowie der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange einstimmig zugestimmt. Diese sollte in der Zeit vom 16. März bis einschließlich 17. April durchgeführt werden, doch aufgrund der Schließung des Rathauses in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in diesem Zeitraum hatte das Landratsamt empfohlen, eine wiederholte Auslegung durchzuführen. Diese fand dann vom 15. Mai bis einschließlich 19. Juni statt.

Wendemöglichkeit für Müllabfuhrfahrzeuge

Von behördlicher Seite waren lediglich die eine und andere redaktionelle Änderung eingebracht worden sowie der Vorschlag, im Einmündungsbereich der geplanten Stichstraße eine Bereitstellungsfläche für Abfallbehälter auszuweisen, da es für die Müllabfuhrfahrzeuge in diesem Bereich keine Wendemöglichkeiten gebe.

Dachfirsthöhen sind Einwender zu hoch

Von privater Seite waren zwei Stellungnahmen erfolgt, die sich kritisch mit den im Bebauungsplan geplanten Parkplätzen sowie einzelnen Aspekten bei den Gebäuderichtlinien auseinandersetzten. So wurde unter anderem bemängelt, dass im südlichen Baufenster Dachfirsthöhen von bis zu elf Metern zulässig sein sollen, was nicht zur vorhandenen Bebauung in der Nachbarschaft passe, da diese lediglich Dachfirsthöhen von sechs Metern erreichen, was als eindeutig zu groß gewertet wurde. Die Räte stimmen einstimmig für die Beibehaltung des vorgestellten Entwurfs.

Wettbewerb für Architekten und Investoren

Als nächster Schritt soll die Planung mit „Leben“ gefüllt werden, wie es Bürgermeister Martin Rupp ausdrückte. „Jetzt geht es darum einen städtebaulichen Wettbewerb ins Leben zu rufen, der sich sowohl an Architekten, als auch an Investoren richtet.“