Bermatingen ist die erste Gemeinde im Bodenseekreis, die an allen angedachten Standorten einen Defibrillator hat: Das teilte Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Björn-Steiger-Stiftung mit, die das Projekt „Herzsicher“ mit örtlichen Unternehmen und den Gemeindeverwaltungen realisiert. Bei der offiziellen Übergabe mit den drei Sponsoren – Feuerwehr Ahausen, Narrenverein Moschtobst und die Firma S&T Gebäudeservice -, Bürgermeister Martin Rupp, Hauptamtsleiterin Maria Wagner, bei der alle Fäden zusammenliefen, sowie Ortsvorsteher Jakob Krimmel, demonstrierte sie die Funktionsweise des leicht zu bedienenden und selbsterklärenden Laien-Defibrillators.

Früh übt sich: Ganz unbefangen versucht sich die 14-monatige Leonie mit Wiederbelebung an der Demo-Puppe.
Früh übt sich: Ganz unbefangen versucht sich die 14-monatige Leonie mit Wiederbelebung an der Demo-Puppe. | Bild: Christiane Keutner

Das öffentlich zugängliche Gerät hängt hinter dem Briefkasten am alten Rathaus und lässt sich ohne Vorkenntnisse handhaben. Zusätzlich demonstrierte sie anhand einer Puppe, wie man eine Person mit Herz-Kreislauf-Stillstand wiederbeleben kann. Beginnt ein Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage und kommt ein Defibrillator innerhalb von drei Minuten zum Einsatz, liegt die Überlebenschance bei 50 bis 70 Prozent.

Bürgermeister Martin Rupp freute sich über das Engagement aller Beteiligten und dankte allen bisherigen Sponsoren. Sobald es Entwarnung in Sachen Corona gibt, sollen Schulungen zum Umgang mit dem Defibrillator angeboten werden. Weitere Standorte sind in Ahausen bei der Firma LogoTec, in Bermatingen bei der Sparkasse, Terrasse Landgasthaus Zollerstuben, Sporthalle und Edeka.

Zur Übergabe des Defibrillators treffen sich (von links): Johanna Ziegler, Bürgermeister Martin Rupp, Jens Bühler, Saverio Maniscalco, Jakob Krimmel, Katharina Musbach sowie Maria Wagner.
Zur Übergabe des Defibrillators treffen sich (von links): Johanna Ziegler, Bürgermeister Martin Rupp, Jens Bühler, Saverio Maniscalco, Jakob Krimmel, Katharina Musbach sowie Maria Wagner. | Bild: Christiane Keutner