Was sagen die Vereine dazu? Philipp Rominger vom TC Grün-Weiß: „Meine Vertreterin Kerstin Schellinger war bei der Konferenz; wir hatten uns aber abgestimmt, dass das Weinfest keinen Sinn macht, weil bei einem Fest dieser Größenordnung mit über 1000 Leuten die Hygienemaßnahmen nicht umsetzbar sind. Die umliegenden Gemeinden haben ihre Großveranstaltungen und Weinfeste auch abgesagt.“

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Es sei schade für den TC, weil sie sehr gerne dabei seien; neben den Tennisspielen sei dies ein Höhepunkt, auf dass sie sich freuten. „Wir sind optimistisch, dass wir nächstes Jahr mit neuer Energie starten können.“ Zudem habe man beschlossen, dass sich jeder Verein überlege, welche neue Ideen er ins nächste Weinfest einbringen könne. „Die Absage ist schade, jeder sehnt sich danach, ein solches Fest zu machen und zu haben.“

Ausfall der zwei Feste reißt Loch in die Kasse

Der Musikverein Bermatingen könne und wolle für eine solche große Veranstaltung während der Pandemie keine Verantwortung für die Gäste und die Mitglieder übernehmen, meinte Vorsitzende Anna Reisch. Mit der Absage habe man 2020 noch nicht gerechnet, aber es habe keine Diskussionen gegeben, alle seien sich einig gewesen. Der Ausfall der zwei Feste reiße ein Loch in die Kasse. Weil man aber die vergangenen Jahrzehnte gut gespart habe, komme dies jetzt dem Verein zugute. „Das Ersparte wollten wir für schöne Dinge wie unser großes Jubiläum ausgeben. Das hatten wir aber auch komplett abgesagt.“ Zeit ist jetzt, einen Nachfolger für Harald Hilpert als Weinfestorganisator zu suchen: Das muss niemand aus einem am Weinfest beteiligten Verein sein: jeder, der sich berufen fühlt und Lust hat, darf sich melden.