Endspurt für das neue Wohngebiet „Hinterm Dorf III“ in Ahausen: Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag wurden der Zeitplan für das Verfahren für die Vergabe der Bauplätze sowie der Verkaufspreis festgelegt. Der Preis pro Quadratmeter ist auf 290 Euro festgelegt worden, somit müssen etwa für ein 400 Quadratmeter großes Grundstück rund 116 000 Euro bei der Finanzierung eingeplant werden.

Als weiterer Bestandteil des Kaufpreises wurde beschlossen, zusätzlich zum Quadratmeterpreis einen Aufschlag von 5000 Euro je Grundstück zu veranschlagen. „Damit wollen wir die Umsetzung der Anforderungen des Bebauungsplans, wie zum Beispiel die Umsetzung der Regenwasserbewirtschaftung und der Pflanzgebote, sicherstellen“, erläuterte Bürgermeister Martin Rupp.

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Dieser Betrag werde dann, sofern die Anforderungen umgesetzt und eingehalten wurden, nach der Abnahme durch die Gemeinde an die Bauherren zurückerstattet.

Anfragen nur in Bewerbungsphase

Die Bewerbungsphase startet am Montag, 17. August und endet am Freitag, 4. September. Diesbezüglich betonte Rupp: „Jedwede Anfragen können und werden erst in diesem Zeitraum von uns angenommen.“

Die ebenfalls beschlossenen Bauplatzvergaberichtlinien werden erstmals für das Wohngebiet „Hinterm Dorf III“ angewendet, aber auch für weitere künftige Baugebiete und Bauplatzvergaben, etwa für das Baugebiet „In der Breite“, soll dieses Vergabeermessen gelten. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu:

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  • Wo findet man die Bauplatzvergabekriterien? Nach der öffentlichen Beratung und Beschlussfassung durch den Gemeinderat werden sie auf der Homepage der Gemeinde Bermatingen und im Amtsblatt öffentlich bekannt gemacht.
  • Wie kann man sich bewerben? Bewerbungen können schriftlich als Brief oder E-Mail bis zum Ende der jeweiligen Bewerbungsfrist bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden. Dabei ist zu beachten, dass unvollständige Bewerbungsunterlagen zum Ausschluss führen.
  • Wie setzen sich die Auswahlkriterien zusammen? Es gibt maximal 180 Punkte zu erlangen, die sich zu gleichen Teilen, also je 90 Punkten, aus sozialen und ortsbezogenen Kriterien zusammensetzen.
  • Was sind soziale Kriterien? Darunter fallen Familienstand, Anzahl und Alter der im Haushalt der Bewerber mit Hauptwohnsitz gemeldeten und tatsächlich wohnenden minderjährigen Kinder sowie Behinderung oder Pflegegrad eines Bewerbers oder eines im Haushalt des Bewerbers lebenden Angehörigen. Beispiel: Eine Ehe oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft gibt sechs Punkte, zwei Kinder bringen zehn Punkte, sind diese unter sechs Jahren, gibt es dafür jeweils 18 Punkte. Macht zusammen 52 Punkte.
  • Wie sieht es mit ungeborenen Kindern aus? Eine ärztlich bescheinigte Schwangerschaft wird als Kind angerechnet, ein Nachweis ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen.
  • Was fällt unter die ortsbezogenen Kriterien? Sowohl die Zeitdauer seit Begründung des Hauptwohnsitzes als auch die Zeitdauer seit Ausübung einer Erwerbstätigkeit innerhalb des Gemeindegebiets von Bermatingen sowie ein ehrenamtliches Engagement. Beispiel: Wer seit fünf Jahren ununterbrochen seinen gemeldeten Hauptwohnsitz in der Gemeinde hat, erhält dafür die maximale Punktzahl von 30 Punkten (fünf Jahre mal sechs Punkte pro Kalenderjahr ergeben 30 Punkte). Für zwei Jahre Erwerbstätigkeit im Gemeindegebiet erhält man insgesamt acht Punkte (vier für jedes volle Kalenderjahr der Erwerbstätigkeit). Für fünf Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, beispielsweise in einem im Vereinsregister eingetragenen Verein, erhält man 40 Punkte (acht Punkte für jedes volle, ununterbrochene Kalenderjahr).
  • Wie werden Ehen und eingetragene Partnerschaften gewertet? Ehe- und Lebenspartner werden kumuliert berücksichtigt, aber auch Einzelbewerber können volle Punktzahlen erreichen.
  • Was passiert bei Punktgleichheit? Dann sind die Punkte einzelner Kriterien entscheidend: Als erstes zählt die höhere Punktezahl beim ehrenamtlichen Engagement, danach wird geschaut, wer die größte Zahl an haushaltsangehörigen minderjährigen Kindern vorweisen kann und zu allerletzt würde im Losverfahren entschieden, wer zum Zug kommt.