Der Spatenstich steht für den Beginn der Arbeiten auf einer Baustelle und wird gerne in einem festlichen Rahmen ausgeführt. Als Anfang Mai die Bauarbeiten nach fünjähriger Planungs- und Genehmigungsphase auf dem Areal der ehemaligen Sägemühle in Ahausen begonnen wurden, musste der Spatenstich wegen Corona entfallen. Doch ganz darauf verzichten wollten sowohl der Bauherr und Geschäftsführer der Mühlbachquartier GmbH, Lennart Böckmann aus Mannheim, als auch Bürgermeister Martin Rupp und Ahausens Ortsvorsteher Jakob Krimmel darauf nicht und daher traf man sich ganz ohne festlichem Rahmen, aber mit Schaufel, um den symbolischen Akt nachzuholen. Für Bürgermeister Martin Rupp war es insofern ein Anliegen, als die Gemeinde damit ihre Unterstützung für das Projekt zeigen konnte. „Es war sicherlich ein längerer Prozess bis zur Baufreigabe, daher sind wir jetzt wirklich froh, dass dieses schöne Projekt mit einem guten Ansprechpartner nun auf den Weg gebracht ist“, so Rupp und Jakob Krimmel ergänzt: „Als Ortvorsteher freue ich mich richtig, denn endlich wird dieses Areal mit Leben gefüllt.“

Sechs Wohngebäuden mit 36 Wohneinheiten entstehen

So soll das Mühlbachquartier auf dem Areal der ehemaligen Sägemühle in Ahausen sich präsentieren: offen, freundlich und dörflich.
So soll das Mühlbachquartier auf dem Areal der ehemaligen Sägemühle in Ahausen sich präsentieren: offen, freundlich und dörflich. | Bild: Mühlbachquartier GmbH

Von den sechs Wohngebäuden mit 36 Wohneinheiten sind bereits zwei in Bau und lassen erahnen, wie das Quartier sich künftig in das Ortsbild einfügt. Dazu Bauherr Lennart Böckmann: „Mir ist es wichtig, dass alles Hand und Fuß hat und vor allem gut durchdacht ist, dafür hat es dann halt fünf Jahre gebraucht.“ So verlangte unter anderem die Denkmalschutzbehörde, dass eines der Häuser soweit gedreht werden müsse, dass das alte Mühlengebäude in das Ensemble mit aufgenommen wird. Daher schaut er nicht zurück, sondern erfreut sich an dem, was jetzt passiert. Daher würden die Gebäude zwar alle einer architektonischen Linie folgen, aber jedes einzelne solle sich, so Böckmann, in Details unterscheiden. „Jedes Haus steht entweder in einem anderen Winkel zum Nachbarhaus oder steht ein Stück versetzt. Damit wollten wir uns bewusst an der ursprünglichen dörflichen Struktur orientieren, die nicht geradlinig ist.“

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Dörfliche Struktur und Lage reizen den Bauherren

Nach eigener Aussage war es gerade diese dörfliche Struktur und die besondere Lage, die ihn an diesem Projekt reizte. Alles sei schnell erreichbar, ob mit Bahn, Bus, Fahrrad oder Auto. Richtig erfreulich stellte sich für ihn die Zusammenarbeit mit der Gemeinde dar: „Die hat von Anfang richtig gut funktioniert, man hat gleich gemerkt, dass sie hinter dem Projekt steht. Das hat mich wiederum persönlich sehr bestärkt.“

Im Juli 2021 die ersten beiden Gebäude fertig

Zur Mühlbachstraße hin wurde mit dem Bau der ersten beiden Wohnhäuser begonnen. Insgesamt sollen sechs Wohnhäuser errichtet werden.
Zur Mühlbachstraße hin wurde mit dem Bau der ersten beiden Wohnhäuser begonnen. Insgesamt sollen sechs Wohnhäuser errichtet werden. | Bild: Jan Manuel Heß

Die Fertigstellung der ersten beiden Gebäude ist für Juli kommenden Jahres geplant und die übrigen vier Gebäude nebst Tiefgarage sollen dann bis Ende 2021 bezugsfertig sein. Warum in mehreren Bauabschnitten vorgegangen wird erklärt Böckmann, der seine Kindheit in Meerburg verbrachte, folgendermaßen: „Ich möchte etwas vernünftiges für Ahausen schaffen und daher soll hier auch nichts im Hau-Ruck-Verfahren hochgezogen werden, sondern ein nachhaltiges Domizil für Alt und Jung.“

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