Der Sportverein Bermatingen (SVB) erwacht langsam aus der Corona-Starre. Gut drei Monate ruhte der Spiel- und Trainingsbetrieb, erst seit Juni konnte in kleinen Gruppen wieder mit dem Trainieren begonnen werden, nicht unbedingt die idealsten Voraussetzungen für einen neuen Trainer. Nachdem Michael Fink sich nach vier Jahren als Spielertrainer verabschiedete, hat nun Damir Alihodzic den Posten inne. Für den in Friedrichshafen lebenden Alihodzic ist der SVB kein unbekannter Verein, denn von 2007 bis 2011 gehörte er zum damaligen Landesliga-Kader des SVB. Und doch ist wegen der anhaltenden Corona-Krise alles etwas anders. „Man muss das Beste aus der Situation machen, gerade wenn man nicht mit allen auf dem Platz stehen kann, aber wir haben die Zeit genutzt und unter anderem an unserem Distanzspiel gearbeitet“, berichtet Alihodzic im Gespräch.

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„Unser Ziel wird es sein, den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu schaffen.“ Damir Alihodzic, Trainer Sportverein Bermatingen.
„Unser Ziel wird es sein, den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu schaffen.“ Damir Alihodzic, Trainer Sportverein Bermatingen. | Bild: Jan Manuel Heß

Ziel ist sich in der Bezirksliga zu etablieren

Sportlich verlief die Saison durchaus erfolgreich für den SVB, mit der Meisterschaft in der Kreisliga A II und dem direkten Wiederaufstieg will man sich in der Bezirksliga etablieren. Und mit Damir Alihodzic habe man einen ehrgeizigen Trainer, der alles geben werde, ist sich jedenfalls der stellvertretende Vorsitzende Christoph Hafen sicher. Alihodzic setzt viel auf die Neuzugänge aus dem vergangenen Winter, Lukas Bartknecht und Jamil Marchoud, „beide haben mindestens Bezirksliga-Niveau und das werden wir brauchen, da uns Michael Fink auch als Spieler und Torjäger sehr fehlen wird.“

Der Bau des neuen Vereinsheims ist schon sehr weit fortgeschritten, demnächst steht der Innenausbau an.
Der Bau des neuen Vereinsheims ist schon sehr weit fortgeschritten, demnächst steht der Innenausbau an. | Bild: Jan Manuel Heß

Arbeiten im Vereinsheim gehen voran

Aber auch der Verein selber ist emsig dabei, trotz Corona-Krise, weiter voranzukommen, wie der Vorsitzende Klaus Gommeringer berichtet. „Der Ausbau in unserem neuen Vereinheim geht fleißig weiter, es finden regelmäßig Arbeitseinsätze statt, um auf unser Soll bei den zugesagten Eigenleistungen zu kommen.“ Bereits am kommenden Samstag werde man wieder mit vielen Freiwilligen auf der Baustelle aktiv sein. „Das ist ein großes Projekt für den Verein, und daher ist es klasse, dass alle mit an einem Strang ziehen“, so Gommeringer.

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Bus für die Jugend angeschafft

Besonders erfreut ist man über die Tatsache, dass es der Jugendabteilung endlich gelungen ist, einen Neunsitzerbus anzuschaffen. Notwendig wurde diese Investition, da man sich dazu entschlossen hatte, eine Spielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen in Salem und dem Deggenhausertal einzugehen. Jugendleiter Karsten Küpfer dazu: „Da der Trainings- und Spielbetrieb gerecht auf alle drei Anlagen verteilt werden soll, war der Moment nun gekommen nochmals nachzurechnen, ob sich so ein ‚Truppentransporter‘ nicht irgendwie finanzieren ließe, um die mit dem Eintritt in die Spielgemeinschaft auch notwendigen werdenden Fahrten zum Training nach Salem, ins D-Tal oder zu Auswärtsfahrten sicherzustellen.“

Noch unfoliert wartet der neue Jugendbus des SVB auf die kommende Saison und auf die ersten echten Einsätze.
Noch unfoliert wartet der neue Jugendbus des SVB auf die kommende Saison und auf die ersten echten Einsätze. | Bild: Karsten Küpfer

Sponsoren für Finanzierung gesucht

Mit Hilfe zahlreicher engagierter Eltern sowie durch die Ausrichtung und Bewirtung dutzender Spieltage der Jugendhallenbezirksmeisterschaften, diverser F-Jugendspieltage, des Sparkassen-Cups für D-Junioren in den vergangenen Jahren, konnte das Ziel erreicht werden. Um die Finanzierung für die kommenden Jahren abzusichern, werden noch Sponsoren gesucht: „Wir würden uns sehr freuen wenn möglichst viele ein Herz für unsere Nachwuchskicker und die Jugendabteilung des SVB hätten und uns hier helfen zumindest die jährlichen Kosten für das Fahrzeug zu decken. Gerne kleben wir eine Werbefolie auf unseren Bus und zeigen jedermann in den nächsten Jahren im ganzen Bezirk Bodensee, wem etwas an unseren Kindern liegt“, so Küpfer.

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