Vorerst gleich bleibt der seit 1. Januar 2020 festgesetzte Preis fürs Frischwasser in Bermatingen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Gebühren von 1,05 Euro pro Kubikmeter trotz ungewöhnlicher Gewinne im Corona-Jahr 2020 beizubehalten.

Rechnungsamtsleiter Ivo Willamowski hatte die Zahlen der vergangenen Jahre erläutert. So war der Verlust 2017 und 2018 um rund ein Viertel höher als kalkuliert. Doch 2019 verzeichnete die Verwaltung bereits ein Plus, 2020 sogar einen Gewinn von rund 57 200 Euro, was wohl auf den Verbleib vieler Arbeitnehmer zuhause zurückzuführen sein dürfte. Die Entwicklung machte jedoch deutlich, dass die Gebührenanhebung 2020 notwendig war, so Willamowski. Weitere maßvolle Erhöhungen seien nicht auszuschließen, da zu den bereits getätigten weitere Investitionen im Bereich Trinkwasser erfolgen. Die Gebührenobergrenze für 2022 liege bei 1,14 Euro pro Kubikmeter.

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Für 2022 werde wieder mit einem Verlust von rund 27 000 Euro gerechnet, was hauptsächlich auf die Ausgaben für die Mitarbeiter zurückzuführen sei. Vorgesehen sei eine Doppelbesetzung der Wassermeisterstelle. Der Gemeinderat hatte den Wunsch nach der zusätzlichen Stelle geäußert: Ein neuer Wassermeister soll den jetzigen begleiten, bevor dieser seinen Ruhestand antritt.

Gemeinderätin Angelika Bernhardt-Welte (CDU) plädierte für die Empfehlung der Verwaltung vor dem Hintergrund der kürzlichen Erhöhung und des Gewinns. „Wir sehen das auch so“, sagte Bürgermeister Martin Rupp und verwies auf drei Jahre konstante Wassergebühr sowie günstige Wasser- und Zählergebühren im Vergleich mit umliegenden Gemeinden.

Auch die wichtigsten Punkte der Abwasserbeseitigung stellte Ivo Willamovski vor. Die Gebühren hier orientieren sich am Frischwasserbezug, die des Niederschlagswassers an der überbauten und befestigten Fläche. Unter Berücksichtigung ausgleichspflichtiger Kostenüber- und -unterdeckung wird die Schmutzwassergebühr ab 1. Januar 2022 auf 1,88 Euro pro Kubikmeter und die Niederschlagsgebühr auf 0,45 Euro pro Quadratmeter überbauter und befestigter Fläche festgesetzt. Der Gemeinderat stimmte der Gebührenkalkulation der Wirtschaftsberatungsfirma Schmidt und Häuser zu.

Größere Investitionen sowie bestandserhaltende Maßnahmen wurden im Bereich Abwasser getätigt. 100 000 Euro werden jährlich in Unterhaltungsmaßnahmen investiert. Eine Prioritätenliste gibt die Reihenfolge bei Investitionen in die Kanalisation vor.