Das Konzept ging wieder auf: Mit allen Terminen hatte der Verein Kulturkessel in Bermatingen wieder so viele Zuhörer aktivieren können, dass letztlich ein Plus in der Kasse blieb. Sehr gut besuchte Veranstaltungen glichen die Events mit Musikern aus, die weniger gefragt waren, da die Akteure bisher eher unbekannt waren. Mit dem fast sicheren Plus der Kunsthandwerkermärkte können Defizite ausgeglichen und musikalische Experimente gewagt werden. So haben auch Newcomer und Formationen abseits des Mainstreams die Chance eines Auftritts. Denn ein Kunstbetrieb, gleichgültig welcher Größe, muss auf Wirtschaftlichkeit achten.

Da das kulturelle Leben im Dorf auf aktives Singen im Kirchenchor und Veranstaltungen durch das Heimatkundler-Ehepaar Hermann und Helga Zitzlsperger beschränkt ist, ist das Engagement des Kulturkessels unverzichtbar. Und wie Reinhold Hug, einer der fünf Vorstandsmitglieder, bei der Jahresversammlung anmerkte: „Bei uns werden keine Löhne und Gehälter gezahlt.“ Ohne das in Bermatingen wiederholt gelobte ehrenamtliche Engagement würden die Konzerte, Kabaretts und das Open-Air wohl ausfallen müssen. Das wäre extrem schade. Da es, unter anderem auch krankheitsbedingt, manchmal an Helfern fehlt, freut sich der Verein auch über Nichtmitglieder als Helfer für den kommenden Kunsthandwerkermarkt. Dem Kulturkessel ist zu wünschen, dass er auch künftig Ehrenamtliche findet, die unter seiner Flagge das kulturelle Leben in der Gemeinde bereichern helfen.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €