Krachend wie eine Ohrfeige muss die Entscheidung des Petitionsausschusses den Bermatinger Gemeinderäten vorgekommen sein. Da setzt man sich zusammen und arbeitet an Konzepten, die das Leben an der arg belasteten Ortsdurchfahrt erträglicher machen können und aus dem fernen Stuttgart erfährt man stete Ablehnung. Enttäuschung und Politikverdrossenheit ist aus allen Fraktionen zu vernehmen. Es fällt schwer, hier Respekt vor dem Bürgerwillen zu erkennen. Bereits Ende Oktober 2015 hatte der Ausschuss die Petition für die Wiederaufnahme der Planung für die Ortsumfahrung Bermatingen abgewiesen – ebenfalls schon eine Breitseite gegen Verwaltung und Räte. Wie ein schlechter Scherz muss sich daher die lapidare Begründung anfühlen: "Ein innerörtliches Tempolimit ist nur dann möglich, wenn es eine entsprechende Ortsumfahrung gibt." Eine vertane Chance der Politik, Bürgernähe zu beweisen.

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