Einen Rekord gab es bei der Abnahme des Sportabzeichens durch den Turnverein Bermatingen (TVB): 59 Erwachsene, 70 Kinder, die nicht mehr in der Grundschule sind, sowie über 80 Grundschüler, die ihr Abzeichen zu einem späteren Zeitpunkt überreicht bekommen, zeigten sich und anderen, wie fit sie sind. Das Mehr an Teilnehmern führte Leiter und Prüfer Ronny Wenzel auf eine erweiterte Werbung und zusätzliche Disziplinen zurück. So konnte sich jeder die Sportarten herauspicken, die ihm am meisten liegen, auch im Bereich Leichtathletik und Turnen. Zudem sorgte ein geändertes Konzept für Zulauf: „Wir haben mit dem Prüfen schon frühzeitig Anfang Mai begonnen und Familien motiviert, waren beim Riegenfest aktiv und beim Sportabzeichennachmittag für die Jugend. Und wir sind an die Riegen herangetreten. Das Abendsportfest konnte man nicht nutzen, deswegen sind wir Alternativen angegangen.“

Das war super! Die Kinder und Jugendlichen, die die Prüfungen für das Sportabzeichen bestanden haben, freuen sich über Urkunden und Abzeichen. Hinten die Prüfer Peter Langen, Ronny Wenzel und Bernd Matzenbach.
Das war super! Die Kinder und Jugendlichen, die die Prüfungen für das Sportabzeichen bestanden haben, freuen sich über Urkunden und Abzeichen. Hinten die Prüfer Peter Langen, Ronny Wenzel und Bernd Matzenbach. | Bild: Christiane Keutner

Von der guten Resonanz war auch Angelique Lerner, die Vorsitzende des TVB, bei der Übergabe der Urkunden überrascht: „Das Gerücht vom ewigen Daddeln stimmt nicht. Die Kinder und Jugendlichen beweisen hier das Gegenteil.“ Sie lobte auch die Trainer und motivierte: „Bleibt dran!“ Beide dankten der Sportabzeichenreferentin des Sportkreises Bodensee, Silvia Siegl, sowie ihrem Mann Christoph, die sie stetig mit Urkunden unterstützen; die letzten wurden abends zuvor gedruckt, nachdem noch frische Ergebnisse eingelaufen waren. Lobend erwähnt wurden auch die Prüfer Peter Langen, Bernd Matzenbach und Ronny Wenzel. Sie hatten über 100 Stunden in die Abnahmen gesteckt.

Zwischen der Vergabe von Urkunden und Abzeichen sowie Händeschütteln erwähnte Wenzel hie und da herausragende Leistungen. So sprang Nils aus dem Stand heraus 1,70 Meter, Robert schaffte 4,50 Meter beim Weitsprung und Amelie lief die 800 Meter in 3,33 Minuten. Schnellste Schwimmerin war Lena: Für 25 Meter benötigte sie lediglich 19,8 Sekunden. „Mama, guck mal“, präsentierte Felix Miez seiner Mutter stolz das Zeichen seiner Sportlichkeit. Ronny Wenzel warb: „Wer denkt, er könne sich in der einen oder anderen Disziplin noch verbessern, ist herzlich eingeladen, nächstes Jahr wieder mitzumachen.“

Der zehnjährige Moritz hatte den Geländelauf gewählt. Das machte ihm mehr Spaß als die Kurzstrecke. Auch wenn man auf der langen Strecke mal etwas schwächelt, hält man durch: "Das wär ein blödes Gefühl, wenn man mittendrin aufhören würde!"
Der zehnjährige Moritz hatte den Geländelauf gewählt. Das machte ihm mehr Spaß als die Kurzstrecke. Auch wenn man auf der langen Strecke mal etwas schwächelt, hält man durch: "Das wär ein blödes Gefühl, wenn man mittendrin aufhören würde!" | Bild: Christiane Keutner

Die Statistik zeigte einen Zuwachs durch die Disziplin Radfahren, durch die man den Bereich Ausdauer abdecken konnte; es wurde extra eine Strecke über 20 Kilometer für die Prüfung abgesperrt. Generell steht der Turnverein Bermatingen gut da. „Besonders mit den Erwachsenen liegen wir im Sportkreis Bodensee weit vorn. Von 400 Erwachsenen aus dem Sportkreis stellen wir mit 50 ein Achtel; dieses Jahr sind wir sogar noch besser“, freute sich Wenzel. Entgegen des allgemeinen Abwärtstrends nehme die Zahl der Teilnehmer in Bermatingen zu. So nutzten 16 Mitarbeiter von Airbus in Immenstaad die Möglichkeit, in ihrer Freizeit das Sportabzeichen in Bermatingen zu machen.

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Ausdauer und Beharrlichkeit zeichnen auch die Erwachsenen aus. So legte beispielsweise Monika Barisch das Sportabzeichen bereits ein Dutzend Mal ab, Ralf Röver das 13. Mal und Ronny Wenzel brachte es auf 21. Auch die Leistungen können sich bei den Erwachsenen sehen lassen: Leo Bader sprang 1,20 Meter hoch, Monika Barisch benötigte 21 Sekunden für 200 Meter, Stefan Engelhardt war mit 36,50 Minuten der schnellste Radfahrer, um nur einige Beispiele zu nennen.

Dass elf Familien mit wenigstens drei Angehörigen mitgemacht haben, wie Familie Thalmann mit Enkel, Vater und Opa, freute die Organisatoren ebenso wie die Teilnahme dreier über 70-Jähriger, darunter Wolf Martin mit 76 Jahren, der in 21 Sekunden die 25 Meter schwamm und den Medizinball 8,70 Meter weit warf.