Da die Gemeinde durch ihre Lage an der Landesentwicklungsachse zum Siedlungsbereich gehört, wurden bisherige Grünzüge für mögliche Entwicklungsflächen überprüft und sind unter „Berücksichtigung vertretbarer Umweltaspekte“ moderat zurückgenommen worden.

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Ziel des Plans sei, das Bodenseeufer eher zu entlasten und mehr ins Land zu gehen. Die Schwerpunkte für Industrie und Gewerbe liegen in Friedrichshafen, Salem und Uhldingen-Mühlhofen. In Bermatingen/Ahausen solle vorrangig Wohnen stattfinden.

Anbindung des Gewerbegebiets Salem

Betroffen ist Ahausen von einer neu geplanten Straße zur Anbindung des Gewerbegebiets Salem an die B 31-neu. Sie verläuft durch ein Vorranggebiet für Naturschutz und Landschaftspflege – teils auf der ehemals geplanten Trasse der Bermatinger Ortsumfahrung. Die Straße schwenkt am Annaberg Richtung Süden ab und soll an die geplante Bündelungsstraße südwestlich von Ittendorf an die B33/B31-neu angebunden werden.

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Für den Straßenbau ist das Land zuständig. Wegen langwieriger, konfliktträchtiger Planungen geht Krimmel von einem fraglichen Baubeginn frühestens nach Jahrzehnten aus. Hier wird befürchtet, dass die Straße mehr Verkehr anziehe und durchs Gebiet geschleust werde, verursacht durch geplante rund 27 Hektar zusätzliche Industrie und Gewerbe in Salem.

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Ortschaftsrat Karl Hafen (FW) verwies auf eine unterschiedliche Meinung zu Bermatingen: Ahausen wolle keine Trasse und das Neufracher Industriegebiet werde Ahausen treffen. „Wir brauchen Gewerbe, aber warum kann man das nicht an funktionierende Verkehrsachsen legen?“, stellte Krimmel in den Raum. Der Ortschaftsrat begrüßte einstimmig die moderate Rücknahme der Grünzüge, will den Verzicht der Anbindetraße und die Reduzierung der Salemer Gewerbeflächen so, dass das derzeitige Verkehrsnetz nicht überlastet wird.