In Bermatingen wird Wohnraum benötigt. Der Wille, dem nachzukommen, ist vorhanden, jedoch sind die Umsetzungsmöglichkeiten innerhalb der Gemeindegrenzen begrenzt. Neben dem privaten Bauvorhaben auf dem Areal der Oberen Mühle mit sechs Mehrfamilienhäusern sowie dem Baugebiet „Hinterm Dorf III“ mit bis zu 29 Ein- und Mehrfamilienhäusern im Ortsteil Ahausen steht der Gemeinde lediglich eine weitere Fläche in Bermatingen zur Verfügung.

Das bisherige Vereinsheim und der Platz des Sportvereins Bermatingen sollen, nach Fertigstellung des neuen Vereinsheims und Hauptsportplatzes an der Turnhalle, zum Baugebiet werden. Die Weichen hierfür wurden bereits im Februar vergangenen Jahres gestellt, als der Gemeinderat einen Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplangebiet „In der Breite“ fasste. Das Bebauungsplangebiet „In der Breite‘“ liegt in Bermatingen angrenzend zum Einkaufsmarkt und befindet sich in der Nähe zum Sportzentrum. Die Gesamtfläche des Plangebietes beträgt rund ein Hektar.

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Nach Gesprächen der Verwaltung mit dem Planungsbüro Hornstein wurden nun drei Varianten auf der jüngsten Gemeinderatssitzung als erste Entwürfe für eine mögliche Bebauung vorgestellt. Dazu meinte Bürgermeister Martin Rupp: „Um der stetig großen Nachfrage nach Bauplätzen und Wohnungen nachzukommen, möchte die Gemeinde auf dem Areal, in Abstimmung an die vorhandene Bebauung, die vorhandene Fläche möglichst sinnvoll nutzen.“ Stadtplaner Helmut Hornstein stellte drei Varianten für eine mögliche Bebauung vor. Variante eins beinhaltet eine klassische Einfamilienhaus-Bebauung, Variante zwei auch Doppelhäuser und Mehrgeschosswohnungsbau sowie Variante drei zusätzlich zur zweiten Variante noch ein Wohn- und Geschäftshaus hinter dem Einkaufsmarkt.

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Die anschließende Diskussion machte schnell deutlich, dass die Räte sich in der Mehrheit für einen an Variante drei orientierenden Entwurf mit einem höheren Anteil an Mehrgeschosshäusern aussprach. „Mehrgeschossiger Wohnungsbau ist absolut zu begrüßen, man könnte entlang der Grenze zum Einkaufsmarkt hin einige Mehrfamilienhäuser platzieren“, schlug beispielsweise Herbert Grau (SPD) vor. Jonas Bechinger (LBU) wies auf eine eventuelle Lärmbelastung durch den angrenzenden Trainingsplatz hin: „Das könnte sich schon ein wenig störend auswirken.“ Außerdem wurde das Thema Verkehr diskutiert, denn da waren sich alle einig, das neue Wohnquartier dürfe nicht zur Belastung für die Anwohner der Straßen In der Breite, Am Sportplatz sowie der Jahnstraße werden. Das sah auch Franz Kutter (FW) ähnlich und schlug daher einen etwas anderen Ansatz vor: „Man sollte eine mögliche Mehrgeschossbebauung im südlichen Teil der Straße In der Breite platzieren und die klassischen Ein- oder Zweifamilienhäuser mehr zur Straße Am Sportplatz hin.“ So würde seiner Ansicht nach der An- und Abfahrtsverkehr entzerrt und auch die Erschließung würde sich einfacher gestalten.

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Bürgermeister Martin Rupp nahm die Anregungen gerne auf und schlug die Gründung einer Planungsgruppe vor, die sich aus Gemeinderäten, Planer Helmut Hornstein sowie der Verwaltung zusammensetzt und sich intensiv mit der Ausarbeitung für das Baugebiet befassen wird und in absehbarer Zeit einen Entwurf für das förmliche Verfahren erarbeiten soll. Dieses Vorgehen wurde bereits bei den Planungen für das Baugebiet „Hinterm Dorf III“ in Ahausen erfolgreich angewendet.

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