Lautstark heißt die A-Capella-Band mit acht Sängern und lautstark war auch der Applaus, den sie und – als Überraschung präsentiert – das Trio um Thomas Budsa, Singer/Songwriter, vom Publikum erhielten. Wer mehr einheizte, war ungewiss: Die sing- und spielfreudigen Akteure oder die hörbar begeisterten Besucher im ausverkauften, saunaähnlichen Klavierzimmer des Kulturkessels.

Lag es am mitgereisten Fanclub? Gewiss nicht. Lautstark, die auch die leisen Töne beherrschten, überzeugten einfach vielfältig: Natürlich mit ihren Stimmen, die ansonsten im Männerchor erklingen, aber auch mit Witz und Charme, mit denen sie Welthits und deutsche Titel ummantelten. Das begann mit dem Einzug als Martinsmänner, die mit ihren Laternen – rabimmel, rabammel –, ein herrlich munteres Konzert einläuteten. Nachdem sie dem Publikum der Intimität wegen das "Tages-Du" angeboten und Hände geschüttelt hatten, witzelten sie über Spielerinnenfrauen, über Stammtischbrüder, über sich selbst. Sie besangen ihre einst angebetete Deutschlehrerin: "Ich liebe ihr noch immer, aber sie ist mit dem Mathelehrer durchgebrennt, dafür hass ich ihn zu 110 Prozent." Noch heißer wurde es allen bei Udo Lindenbergs "Sex in der Wüste" – unter den Udo-Perücken und hinter den Sonnenbrillen schwitzte es sich besonders. Mit Bravour bewältigten sie die drei Tonarten in Udo Jürgens neu arrangiertem "Ehrenwerten Haus" und schmachteten als "Bratislover".

Mit ihrem Auftritt, ergänzt mit Bier- und Weinflaschen, mit denen sie überblasend tönten, gezielter Gestik und Mimik, Choreografie auf der Mini-Bühne und der launigen Moderation von Markus Schöllhammer fanden die Sänger aus Salem und Heiligenberg-Echbeck neue Fans.

Genauso wie Thomas Budsa aus Immenstaad mit seinen Bandmitgliedern Reinhold Hug aus Bermatingen und Milan Oreskovic aus Friedrichshafen. Mit zwei Akustik-Gitarren und dem Cajun, den selbst komponierten, in Deutsch und Englisch verfassten Texten, vorrangig zum Thema Beziehung, einfühlsam gespielt und gesungen, schmeichelten sie sich in Ohren und Herzen.