In Ahausen ist man in der Zunftstube zusammengekommen, um beim Narrenspiel sich an die Tradition, aber auch an Anekdoten zu erinnern. Erzählt werden die Geschichten von Moschtobst und Schinder und was es mit ihnen auf sich hat. Der Wein wollte nicht wirklich gut um Ahausen herum gedeihen, dafür aber Birne und Apfel um so mehr. Überschüssiges Obst wurde von den Bauern zu einem Saft gepresst und dieser schmeckte ihnen allen so gut, dass es fortan hieß: "des moscht trinke!" Düsterer geht es bei den Schindern zu, diese waren sozial ausgegrenzte Männer, die weit draußen im Wald am Annaberg lebten und die Reste von Vieh und Pferd zu verwerten hatten. Und was nicht verkauft werden konnte, wurde des nächtens im Mondenschein vergraben. Mit dieser Geschichte eignete sich der Schinder fortan bestens dafür, kleinen Kindern Angst einzujagen.

In Bermatingen derweil ertönte lautes Wehklagen. In einer närrisch-schwarzen Messe besiegelte man die Fasnet, sprach Fürbitten aus – etwa dass man von Geldmangel und Kopfschmerz verschont bleibe – und die Messdiener taten mit lautem Geschluchze ihre offene Trauer kund. Abschließend wurde die Fasnet symbolisch in Form der Hexe Eulalia vor der Zunftstube verbrannt.