Mit einem großen Aktionstag hat die Jugendfeuerwehr Bermatingen am Samstag auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Auf dem Programm standen Schauübungen und Mitmachangebote. So erfreute sich besonders das Kinderbrandhaus bei den kleinsten Besuchern großer Beliebtheit: Hier konnten sie mit der Wasserspritze den vermeintlichen Flammen in den Fenstern den Garaus machen.

Unter der fachkundigen Anleitung von Saverio Maniscalco (links) und Harald Geißelhardt (rechts) konnten die jungen Besucher die hydraulische Rettungsschere ausprobieren.
Unter der fachkundigen Anleitung von Saverio Maniscalco (links) und Harald Geißelhardt (rechts) konnten die jungen Besucher die hydraulische Rettungsschere ausprobieren. | Bild: Jan Manuel Heß

Kleine Besucher können hydraulische Rettungsschere testen

Im verrauchten Zeltlabyrinth konnte man seinen Orientierungssinn testen. Beim „Schneiden für jedermann“ ging darum, unter fachkundiger Anleitung die hydraulische Rettungsschere, die etliche Kilo wiegt, an einem ausgedienten Auto anzusetzen. Sie wird von der Feuerwehr genutzt, um nach einem Unfall eingeklemmte Insassen aus einem Auto zu befreien.

Bürgermeister Martin Rupp (rechts) nannte im Beisein von Jugendwart Vito Alvino (links) und Gesamtkommandant Jürgen Gutemann die Jugendfeuerwehr ein Erfolgsmodell.
Bürgermeister Martin Rupp (rechts) nannte im Beisein von Jugendwart Vito Alvino (links) und Gesamtkommandant Jürgen Gutemann die Jugendfeuerwehr ein Erfolgsmodell. | Bild: Jan Manuel Heß

Bürgermeister: Jugendfeuerwehr ein Erfolgsmodell

Bürgermeister Martin Rupp erklärte, für ihn sei der Tag ein Grund zur Freude. Die Jugendfeuerwehr Bermatingen sei in seinen Augen ein Erfolgsmodell. „Wir können uns da wirklich glücklich schätzen, dass auf diese Weise viele Bermatinger und Ahauser den Weg in Freiwillige Feuerwehr gefunden haben und so seit 25 Jahren zur Nachwuchssicherung beitragen.“

Eine Riegelstellung zur Absicherung muss sein.
Eine Riegelstellung zur Absicherung muss sein. | Bild: Jan Manuel Heß

27 Nachwuchskräfte bei großer Übung aktiv

Höhepunkt des Tages war die große Alarmübung, bei der ausnahmsweise einmal nicht die großen Aktiven im Mittelpunkt standen. Insgesamt 27 Nachwuchskräfte waren an der Großübung der Jugendfeuerwehr Bermatingen, der Jugendabteilungen des Technischen Hilfswerks (THW) sowie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Markdorf beteiligt.

Das Übungsszenario, das die Kinder und Jugendlichen aller drei Gruppen zum größten Teil selbst entworfen hatten, sah vor, dass ein Auto unter den Pflug eines vorausfahrenden Schleppers geraten war.

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Jugendliche gehen routiniert und besonnen ans Werk

Unter den aufmerksamen Augen zahlreicher Zuschauer, darunter auch eine Abordnung der Jugendfeuerwehr Stetten, gingen die Nachwuchsrettungskräfte routiniert und besonnen vor. Die Handgriffe saßen, ebenso wie die Koordination untereinander, was allen Beteiligten ein besonderes Lob vom Bermatinger Jugendfeuerwehrwart Vito Alvino einbrachte: „Sie sind nicht wie aufgescheuchte Hühner umhergelaufen, sondern jeder wusste, was zu tun und wo sein Platz ist. Ich bin wirklich sehr stolz auf meine Truppe und natürlich auch auf die anderen Beteiligten.“

Video: Jan Manuel Heß

Junge Akteure mit sich zufrieden

Auch die jungen Akteure selbst waren mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Nils Bühler war für eine Riegelstellung verantwortlich. „Zwar gab es diesmal nicht wirklich etwas zu löschen, das macht mir am meisten Spaß, aber die Übung hat trotzdem richtig Spaß gemacht.“ So sah es auch Tabea Rölle. Die 15-Jährige erzählte: „Ich finde schon, dass alles gut geklappt hat, vielleicht sogar etwas besser als beim Üben davor.“ Sie ist seit gut sieben Jahren in der Jugendfeuerwehr und ihr gefallen vor allem der Gemeinschaftsgeist und die Gruppenaktivitäten. „Wir sind eine tolle Gruppe und unsere Betreuer haben da ihren Anteil dran.“

Sie sind stolz auf das Jubiläum der Jugendfeuerwehr: (von links) David, Tobias, Mohamed, Paul, Miles, Nils, Tabea, Anna, Thorben, Max, Gabriele und Leonard.
Sie sind stolz auf das Jubiläum der Jugendfeuerwehr: (von links) David, Tobias, Mohamed, Paul, Miles, Nils, Tabea, Anna, Thorben, Max, Gabriele und Leonard. | Bild: Jan Manuel Heß

Manche planen schon den Wechsel zu den Aktiven

Die 15-jährige Anna Rölle sagte, für sie sei es in erster Linie spannend, dabei zu sein. „Ich finde es gut, helfen zu können und einen sinnvollen Beitrag zu leisten.“ Daher steht für sie fest, dass sie in gut zwei Jahren zur aktiven Wehr wechseln will.