So einen herzlichen Empfang wünscht man sich nicht nur als Schulanfänger: Am Freitag wurden in der Grundschule Bermatingen 33 Mädchen und Jungen von Rektorin Anja Weber, den Klassenlehrerinnen Gudrun Rossmann (1a) und Katrin Osterried (1b) sowie den Schulkameraden vielfältig willkommen geheißen. Zuvor waren sie durch einem Bogen voll leuchtender Sonnenblumen in die Schule geschritten.

Schüler der Jahrgangsstufen zwei bis vier führten das Singspiel von Till Eulenspiegel auf und stimmten die in den ersten Reihen gespannt sitzenden Erstklässler auf ihren ersten Schultag ein.
Schüler der Jahrgangsstufen zwei bis vier führten das Singspiel von Till Eulenspiegel auf und stimmten die in den ersten Reihen gespannt sitzenden Erstklässler auf ihren ersten Schultag ein. | Bild: Christiane Keutner

Die 4b stimmte die Sechsjährigen mit einem Lied auf ihren neuen Lebensabschnitt ein. Diese saßen (an)gespannt in den vordersten Reihen der Aula, umklammerten fest ihre bunten Schultüten, neben sich ihre Schulrucksäcke, hinter sich Eltern, Geschwister und Großeltern, die das Ereignis mit Kameras und Handys dokumentierten und die stolz und angerührt die Einschulung verfolgten.

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Klar freuten sie sich auf die Schule. Aufs Lesenlernen, aufs Rechnen und Schreiben, beantworteten sie die Frage der Rektorin. Da passte das Singspiel, das die Jahrgangsstufen zwei bis vier innerhalb der Projektwoche eingeübt hatten und nun aufführten. Die Hauptrolle spielte der Narr Till Eulenspiegel, „der Quatsch und sich einen Spaß daraus macht, andere reinzulegen, Menschen foppt, die keinen Humor haben und denen die Dummheit aus den Ohren tropft“, wie es in der Einführung hieß.

Jedem Kind hängte Rektorin Anja Weber ein Namensschild um. Hinter ihr Klassenlehrerin Gudrun Rossmann.
Jedem Kind hängte Rektorin Anja Weber ein Namensschild um. Hinter ihr Klassenlehrerin Gudrun Rossmann. | Bild: Christiane Keutner

Der „Comedystar des Mittelalters“ wurde gebeten, einem Esel das Lesen beizubringen. Auf Wunsch des Narren kochten die Gelehrten Oberschlau und Weißnix ihm eine Buchstabensuppe. Und oh Wunder: Bei der Vorführung des Lernerfolgs erkannte der Esel das „I“ und das „A“ (von Till Eulenspiegel motiviert mit etwas Futter, nach dem er schrie). „Ab Montag gibt es bei uns immer Buchstabensuppe“, scherzte Anja Weber; als ob man die Weisheit mit Löffeln fressen könnte... Alle lachten.

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Einzeln nach vorne gerufen, erhielten die Kinder laminierte Namensschilder umgehängt, stellten sich zum gemeinsamen Gruppenbild und flitzten in ihre Klassenzimmer, wo sie in den „Ernst des Lebens“ mit jeder Menge Spaß von den Lehrerinnen eingewiesen wurden. Während die 1a zur Hasenklasse mit den Stofftieren „Hasi“ und „Rabbit“ erklärt wurde, die die Kinder beim Lernen und durchs Schuljahr hindurch begleiten sollen, haben die Schüler der 1b den Raben als „Patron“.

Wie Till Eulenspiegel einem Esel vermeintlich das Lesen beibrachte, spielten Kinder der Jahrgangsstufen zwei bis vier vor.
Wie Till Eulenspiegel einem Esel vermeintlich das Lesen beibrachte, spielten Kinder der Jahrgangsstufen zwei bis vier vor. | Bild: Christiane Keutner

Manche Eltern hatten ihre Schützlinge bis ins Zimmer begleitet und wären am liebsten dort geblieben, doch sie „mussten“ sich am Buffet bei Kaffee, Kuchen und Pikantem, das die Eltern der Zweitklässler traditionsgemäß offerierten, verweilen und gedulden, bis die erste Stunde beendet war. So kamen die Eltern untereinander ins Gespräch.