Nun ist es amtlich, künftig werden fünf Parteien im Bermatinger Gemeinderat vertreten sein. Mit Wolfgang Zeidler aus Ahausen schaffte es die FDP erstmals in das Gremium: „Ich freue mich riesig über das Vertrauen, dass die Wähler in mich gesetzt haben und die FDP es endlich in den Bermatinger Gemeinderat geschafft hat.“ Für inhaltliche Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen sehe er überall da Möglichkeiten, wo man auf einer Linie stehe. „Ich möchte ich mich ehrlich und intensiv für die Belange aller Bermatinger einsetzen, dabei aber besonders die Belange der Ahauser im Auge haben“, so Zeidler in einer ersten Stellungnahme. Generell könnte man soweit gehen, den Ortsteil als heimlichen dritten Gewinner der Wahl zu sehen, denn vier der fünf neuen Gemeinderäte stammen aus Ahausen.

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Ihre starke Fraktionsstellung konnten die Freien Wähler (FW) ausbauen, sie gewannen einen Sitz hinzu und sind künftig mit sechs Sitzen vertreten. Einer, der sich darüber besonders freut, ist Christian Wegis aus Ahausen: „Ich bin schon etwas überrascht von jetzt an im Gemeinderat zu sitzen, es war tatsächlich eine sehr spannende Wahl. Freue mich auf eine konstruktive Arbeit für Bermatingen und Ahausen.“ Dieses Ergebnis sei für ihn alles andere als selbstverständlich gewesen, da man mit der Liste der Freien Wähler insgesamt sehr gut aufgestellt gewesen sei.

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Weiterhin mit drei Stimmen vertreten bleibt die Liste für Bürgernähe und Umwelt (LBU). Neben Jakob Krimmel ziehen mit Hubert Ziegler und Jonas Bechinger zwei neue Gesichter ein. Bechinger wird mit seinen 21 Jahren mit Abstand der Jüngste sowohl im Gemeinde-, als auch im Ortschaftsrat sein, für ihn kein Grund eingeschüchtert zu sein. „Ich freue mich auf die vor mir liegenden sicher interessanten Aufgaben und natürlich werde ich aber erst einmal genau zuhören und vor allem lernen.“

Enttäuschung bei der CDU

Verlierer dieser Wahl sind zum einen die Christdemokraten (CDU), sie büßen einen Sitz ein und sind nur noch mit drei Räten – Karl Homburger, Carola Uhl und Angelika Bernhard Welte – vertreten. Für die Ortsverbandsvorsitzende Carola Uhl eine echte Enttäuschung. „Die CDU-Liste hat Stimmen verloren, das hat meiner Ansicht nach verschiedene Ursachen, so wurden etwa gut 2000 Stimmen der bisherigen Räte Karl Volz und Wolfram Frei, neu verteilt. Und die LBU hat sicherlich auch auf Ortsebene von der europaweiten Diskussion über den Klimaschutz profitiert.“ Trotzdem hoffe sie aber auf eine konstruktive Zusammenarbeit aller Räte für die Gemeinde in den kommenden fünf Jahren. Auch die Sozialdemokraten (SPD) mussten einen Sitz abgeben, somit verbleibt für die SPD einzig Herbert Grau im Gemeinderat.