„Das ist der Beginn einer künftigen langen Tradition“, scherzte Ortsvorsteher Jakob Krimmel beim Schmücken des gemeindlichen Weihnachtsbaums. Dabei meinte er es völlig ernst. Denn er hofft nach dem erfolgreichen Auftakt am Wochenende, dass sich die Bürger auch in den kommenden Jahren wieder am Alten Rathaus treffen, um das Symbol der Weihnacht gemeinsam zu gestalten.

Martina Schappeler brachte einen großen Vorrat an dekorativen Weihnachtskugeln, die sie mit Unterstützung von Ortsvorsteher Jakob Krimmel am Baum anbrachte.
Martina Schappeler brachte einen großen Vorrat an dekorativen Weihnachtskugeln, die sie mit Unterstützung von Ortsvorsteher Jakob Krimmel am Baum anbrachte. | Bild: Christiane Keutner

Über viele Jahre hinweg, bis 2017, hatten die Männer des Kameradschaftsvereins Ahausen das Schmücken des Weihnachtsbaums übernommen, wofür die Gemeinde sehr dankbar war. 2018 hatte dies der Ortschaftsrat spontan erledigt. Schon damals entstand der Gedanke, daraus eine öffentliche Veranstaltung zu machen, mit dem Musik- und Narrenverein, die sich sofort bereit erklärt hatten, und unter Einbeziehung aller Ahausener.

Möglichkeit zur Begegnung

Karl Hafen, Jakob Krimmel, Tina Jeschke und Nico Wiedemann hatten sich schon zwei Stunden zuvor getroffen, um die Rahmenbedingungen zu schaffen und das Ganze zu einer Begegnungsstätte auszugestalten. Sie wanden die elektrische Lichterkette um den Baum, stellten Tische für die Getränkekessel und das Gebäck auf und freuten sich über die Bäckerinnen, die Kuchenspenden zugesagt hatten.

Acht Jugendliche des Musikvereins Ahausen.
Acht Jugendliche des Musikvereins Ahausen. | Bild: Christiane Keutner

Tina Jeschke, Karin Poisel, Sandra Schwegel, Claudia Veeser hatten sich bei der Besprechung zu den „Fensterle“ des Ahauser Adventskalenders dazu bereit erklärt und zwei Zöpfe, Marzipan-Mandel-Kringel und pikante Pizzaschnecken mitgebracht, die Familien Bechinger/Huber hatten ihre Brezeln vom Polterabend spendiert. „Der Zopf schmeckt total genial; der ist noch warm“, freute sich Sabine Musbach.

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Jörg Blösch und seine Frau Melanie übernahmen die Organisation der Getränke. Hier freuten sie sich über die Bodenseekelterei Widemann und Ortsvorsteher Jakob Krimmel, die Glühwein und Punsch stifteten, was an dem doch kühlen Nachmittag nicht nur wegen der dann warmen Hände dankbar angenommen wurde. Manches Geldstück klimperte in die kleine Spendensau.

Das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaumes vor dem Alten Rathaus zog rund 80 Bürger an. Nach der „Arbeit“ hielten sie bei warmen Getränken und Gebäck einen gemütlichen Plausch.
Das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaumes vor dem Alten Rathaus zog rund 80 Bürger an. Nach der „Arbeit“ hielten sie bei warmen Getränken und Gebäck einen gemütlichen Plausch. | Bild: Christiane Keutner

Die Resonanz war für viele nicht überraschend, da im Dorf eine Gemeinschaft gepflegt wird. Das war unter anderem auch die Absicht des Treffens. Rund 80 Bürger kamen, in Gruppen, als Freunde, Familien oder Einzelpersonen.

Förderung der Dorfgemeinschaft

Die meisten von ihnen brachten wetterfeste Christbaumkugeln und andere Dekoanhänger mit, bestiegen die lange Leiter vom Bauhof, um auch die obersten Zweige des von Bewohnern der Heiligenbergstraße 10 gestifteten Baums zu bestücken. „Eine tolle Idee zur Förderung der Dorfgemeinschaft und der Zeitpunkt ist ideal gewählt: Man hat alles in Haus und Hof erledigt und kann ohne schlechtes Gewissen ein, zwei Stunden hier verweilen“, sagte Andreas Tressel.

Jörg Blösch, hier mit Sophie Hafen, hatte die Organisation und den Ausschank der Getränke übernommen.
Jörg Blösch, hier mit Sophie Hafen, hatte die Organisation und den Ausschank der Getränke übernommen. | Bild: Christiane Keutner

Für den feierlichen Rahmen sorgten junge Mitglieder des Musikvereins Ahausen, die „Young MVA“. Während die meisten nach anderthalb Stunden gingen, hielten es Hartgesottene noch etwas länger aus und leerten die Töpfe komplett. „Sollte man den Rest von dem coolen Zopf nicht mitnehmen? Wo sind die Messer? Ich nehme sonst auch alles, dann habe ich mehr zum Tragen“, meinte Felix Miez grinsend. Er wird sicher das nächste Mal dabei sein, genauso wie die anderen. Die Zusage des „Young MVA“ hat der Ortsvorsteher schon in der Tasche.