Passende Begleitung für den Madrigalchor gab es vom Streichquartett Salem mit Anastasia Simon, Behram Hati, Florian Scherzer und Sophia Skrdlant sowie der Pianistin Chiaki Nagata. Sophia Skrdlant beeindruckte zudem als Solistin mit ihrer Violine, etwa bei dem Solopart in Antonio Vivaldis „Der Winter“ aus „Die vier Jahreszeiten“.

Dissonante Töne für den Herbst und ein Schlaflied für einen Seehund

Der musikalische Viererreigen begann thematisch mit den vier Jahreszeiten, es waren Stücke von dem estnischen Komponisten Veljo Tormis zu hören, dessen Werk „On Hilissuvi“ mit teils dissonanten Tonfolgen einen eher ungemütlichen Herbst beschreibt.

Weiter ging es mit den vier Elementen, genauer: dem Wasser und einem Schlaflied für einen Seehund. Nicht ganz so einfach gestaltete sich die Stückeauswahl bei den vier Tageszeiten, wie Chorleiter Thomas Braun feststellen musste: „Für morgens, abends und nachts gibt es durchaus Lieder, aber für den Mittag eher nicht.“ Doch mit dem „Tischgebet nach dem Essen“ von Hans Schütz hatte er dennoch ein passendes Stück gefunden.

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Kinderchor sorgt für heiteren Abschluss des Konzerts

Den Abschluss bildeten die vier Himmelsrichtungen. Besonders hoben sich die musikalischen Darbietungen für den Osten mit fünf hebräischen Liedern und für den Süden mit dem südafrikanischen Volkslied „Mangwane Mpulele“ hervor. Letzteres sorgte mit seinen fröhlichen Rhythmen für einen beschwingten Abschluss dieses besonderen Konzerts.

Dabei wurde der Chor von einem nur für diesen Anlass zusammengestellten Kinderchor unterstützt, der eine gehörige Extraportion Heiterkeit mit einbrachte. Anneliese Selm aus Überlingen gefiel es: „Es war wirklich ein tolles Konzert“, urteilte die Besucherin.