Das große Freundschaftstreffen in Bermatingen ist Geschichte und auf den Straßen tanzt lediglich vom Wind beflügelt das Konfetti noch munter umher. Die Kehrmaschine fährt emsig die Umzugsstrecke ab und allerorten sind die Laubbläser im Einsatz, um die Gehsteige zu säubern.

Zunftmeister Alfons "Fone" Müller zieht eine positive Bilanz des Festwochenendes: "Aus meiner Sicht war das ein rundum geniales Wochenende, die Umzüge waren spitze, wir hatten super Wetter und an allen Tagen richtig viele Besucher."

Auch aus Sicht der Feuerwehr keine Vorkommnisse

Die Freiwillige Feuerwehr Bermatingen schließt sich dem Fazit an, wie Gesamtkommandant Jürgen Gutemann auf Anfrage des SÜDKURIER berichtet: Beim Narrentreffen habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Die Veranstaltung war an allen drei Tagen durch rund 60 Einsatzkräfte abgesichert, erzählt Gutemann. Auch der Sicherheitsdienst habe nichts von Ernst zu nehmenden Auseinandersetzungen berichtet.

Arbeitseinsätze nach Plan

Melly Förtsch von der Bärenzunft war die Herrin über die Dienstpläne der Zunft und koordinierte rund 150 Helfer. Da man in Bermatingen "so im Schnitt alle sechs Jahre ein größeres Narrenfest begeht", wie der Landvogt Christian Herz von der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee spitzfindig am Sonntag beim Umzug bemerkte, konnte sich Förtsch auf eingespielte Teams verlassen.

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Die Jungelfer und Zunftgardistinnen sowie einige Bären hatten das große Barzelt am Dorfgemeinschaftshaus fest im Griff. "Wir mussten nur dafür sorgen, dass immer genug Nachschub an den Tresen war", erzählt Lucas Homburger von den Jungelfern. Aber auch an den anderen Stationen und Arbeitsplätzen lief alles bestens.

Hinter den Kulissen für Ordnung gesorgt

Frauen-Power an der Bar im großen Partyzelt: Mona Homburger, Laura Jaun, Lara Baldauf und Caro Partikel.
Frauen-Power an der Bar im großen Partyzelt: Mona Homburger, Laura Jaun, Lara Baldauf und Caro Partikel. | Bild: Jan Manuel Heß

Fabian Grupp, Felix Ziegler und Patrick Liewer etwa sorgten hinter den Kulissen immer für Ordnung und dafür, dass kein Leergut im Weg herumstand. Melly Förtsch lobt: "Also ich fand, es war ein sehr gelungenes, witziges und fröhliches Wochenende. Der ganze Verein hat Hand in Hand zusammen gearbeitet und ich denke, das Wochenende ist alles in allem reibungslos abgelaufen."

Zunftmeister sagt Ade

Doch das Wochenende läutete auch zwei Abschiede ein: Alfons Müller hat sich entschlossen, das Amt des Zunftmeisters abzugeben. "Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, und das war dieses Wochenende allemal", erklärt Müller. Ernstzunehmende Gerüchte um seinen Nachfolger sind noch nicht im Umlauf.

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Auch Häswartin Sylvia Wollschläger hört auf

Sylvia Wollschläger, seit über 20 Jahren Häswartin in der Bärenzunft, hat sich ebenfalls entschlossen, ihr Amt nicht mehr weiterzuführen. Doch sie möchte der Zunft weiterhin eng verbunden bleiben. "Ich bin eine Närrin von ganzem Herzen, man lernt so viele wunderbare Menschen kennen, das möchte ich natürlich nicht missen."