Nicht nur an der Fasnet sind die Moschtobst-Narren aktiv. Schriftführer Dominik Recchia berichtete von Kindertag mit Übernachtung in der Zunftstube, Kameradschaftspflege mit Grillfest und Ausflug, an die Feier des 30-jährigen Bestehens, an die Umzüge, das Frühlingsfest und den Nachtumzug, der nach dem erstmaligen Bericht der neuen Kassiererin Katharina Musbach diskutiert wurde.

Die Nachfolgerin von Helga Cadouot hatte bei den Veranstaltungen, die auch dazu dienen, den laufenden Betrieb zu finanzieren, Ausgaben und Einnahmen wunschgemäß gegenübergestellt. Da das Ergebnis gemessen am Zeitaufwand beim Nachtumzug eher bescheiden ausfiel, bedingt auch alleine wegen 3000 Euro für den zwingenden Posten "Sicherheit", stellte Michael Poisel die Frage, ob man ihn künftig wieder mit mehr Gruppen bestücken sollte. Das stieß aber auf wenig Zustimmung. Vielmehr wollen die Mitglieder beim Verkauf von Laufbändeln aktiver und gezielter vorgehen; sogar von Zuschauern war erwähnt worden, es habe zu wenige Verkäufer gegeben.

Die Hälfte des Minus von 2017 ist auf den Erwerb von Stoff für die Häser zurückzuführen und folglich eher ein "Durchlaufposten", der Verlust vom Frühlingsfest ist auf ein neues Zelt zurückzuführen, das jedoch jahrelang genutzt wird. "Die Ausgaben sind gut investiert", bemerkte Narrenpolizist Jürgen Gutemann.

Dass der Nachtumzug mehr ist als eine Einnahmequelle, verdeutlichte Ortsvorsteher Jakob Krimmel. Er verwies auf die immer noch guten Finanzen und den Vereinszweck, die Pflege des Brauchtums und meinte: "Beim Nachtumzug wird die Ortschaft gut repräsentiert, ich erfahre immer positive Rückmeldungen und Anerkennung für den kleinen Verein, der eine so große Veranstaltung stemmt." Man dürfe nicht nur den Aspekt Geld sehen, sondern auch den Spaß und eben die Brauchtumspflege, auch wenn der Aufwand immer größer und teurer würde.

Die positive Außenwirkung betonte auch Poisel. Das kleine Ahausen stehe bei der Ausrichtung des Traditionsumzugs in einer Reihe mit Städten wie Ravensburg und Friedrichshafen. Für zehn Jahre aktive und kontinuierliche Umzugsteilnahme zeichnete er Elli, Leon und Kai Schmid sowie Heike und Anna Rölle aus. Er informierte, dass die Kompletterneuerung der Homepage wegen neuer technischer Anforderungen notwendig und man auf der Suche nach einer Webagentur sei. Zudem wolle man in Erfahrung bringen, ob und wo die nächste Karbatschen-WM stattfindet, an der dann einige Schneller teilnehmen wollen.

Der Verein

Zunftmeister ist Michael Poisel, sein Stellvertreter Paul Reichle, Schriftführer Dominik Recchia, Kassiererin Katharina Musbach, Beisitzer sind Elli Schmid, Petra Geißelhardt und Heike Rölle. Das Frühlingsfest hinter der Zunftstube ist am 6. Mai von 10.30 bis 17 Uhr. (keu)