Das mit dem Schlachtruf funktioniert schon mal: "Wie sind wir?", fragt Tamara Jauch, die neue Leiterin der Ferienspielstadt Bärenhausen. "Bärenstark", tönt es lautstark von den rund 40 Helfern, die sich gestern zur letzten Einweisung an der Sporthalle eingefunden hatten. Heute beginnt das von den Kindern wie von den Leitern heiß ersehnte Ferien-Event. T-Shirts werden verteilt, die die Helfer als Projektleiter ausweisen, das von Melanie Waibel organisierte Material rausgesucht und in die Zelte getragen, die Bernd Bühler und andere Mitglieder des Orga-Teams am Morgen aufgestellt hatten.

Ge- und Verbote gilt es zu beachten

Nochmals erinnert die neue Leiterin an generelle Ge- und Verbote: Rauchen ist auf dem Gelände nicht erlaubt und wegen der Wespen und damit Stechgefahr darf nur Wasser oder Kaffee getrunken werden. Den Arztkoffer wird man hoffentlich nur im "Krankenhaus" in Gebrauch nehmen müssen; nach vielen Jahren gibt es das Projekt Hospital wieder und die Kinder freuen sich schon darauf, Verbände um gemalte Wunden anzulegen und Tropfen zur Beruhigung zu verabreichen. Die Sonnencreme wird wohl nicht benutzt werden müssen, denn in den nächsten Tagen sind leichte Schauer angesagt. Aber das ist gut so, denn in den Zelten mit den 16 Projekten ist es auch ohne Sonnenschein warm genug.

Die Projektleiterinnen Anna Rölle (links) und Anna-Lena Rieger helfen beim Aufbau.<br /><br />
Die Projektleiterinnen Anna Rölle (links) und Anna-Lena Rieger helfen beim Aufbau.

| Bild: Christiane Keutner

Dieses Jahr ist ohnehin alles entspannter: Um die nur 51 Bärenhausenkinder kümmmern sich 37 Helfer. Groß ist die Zahl jedoch der XL-er, der Teenager, die zu groß für Bärenhausen, aber noch zu jung für den Job als Projektleiter sind: 19 Jugendliche werden Wegweiser, Briefkasten und einen Zaun aus Holz werkeln, der Unbefugten, sprich den Erwachsenen, den Zutritt zur Ferienspielstadt verwehrt. Sie dürfen das Gelände nur mit Stadtführer betreten.

Davor und danach können sie sich im Elterngarten bei Kaffee und Kuchen verweilen. Er ist von 10 bis 11.30 und von 13.30 bis 16 Uhr göffnet; am Donnerstag schließt er um 15 Uhr. Eine Erinnerung, dass die Kinder pünktlich sein sollen, braucht es nicht: "Sie freuen sich wie die Helfer so darauf, die Rakete zur Eröffnung starten zu lassen", sagt Tamara Jauch.