Einst ein marodes Fachwerkhaus, was nicht viel hermachte, erstrahlt das Mesnerhaus heute nicht nur von innen und außen hübsch hergerichtet daher, sondern es ist auch voller Leben. 13 Jahre ist es her, dass der Verein "Miteinander im Mesnerhaus" sich mit dem Ziel gründete, das Gebäude zu erhalten und zu beleben. Und das ist aus heutiger Sicht mehr als gelungen, wie die Hauptversammlung gezeigt hat. Zwar scheinen auf den ersten Blick nicht sehr viele Vereinsmitglieder gekommen zu sein, aber fast jeder der Anwesenden steht für eine der im Mesnerhaus beheimateten Gruppen. Insgesamt neun an der Zahl, reicht das generationsübergreifende Angebot von Literatur über Familie bis hin zu Jugend.

In der Bermagenda-Gruppe "Soziales Leben" sind Bürger engagiert, die abwechselnd einen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen oder ein Frühstück gestalten. Grundidee der Treffen ist es, Begegnungen zwischen unterschiedlichen Menschen, Jung und Alt, allein, zu zweit, oder in einer Gruppe zu vermitteln. Ute Großmann berichtet über die vielfältigen Aktivitäten, unter anderem der Pflanzentauschbörse im Frühjahr. Seit einigen Jahren sind auch die "Bürger füreinander" im Mesnerhaus beheimatet. Sie wollen für Menschen in Bermatingen und Ahausen Hilfen im Alltag vermitteln.

Edith Weber, die Carola Uhl als Sprecherin von "Bürger füreinander" vertrat, war zufrieden mit der Jahresbilanz: "67 Anrufe erreichten uns, wobei es in der Hauptsache um Fahrdienstanfragen ging, oder Hilfe bei der Gartenarbeit." Aber auch bei kleineren Reparaturen oder Holzstapeln hätten sie helfen können. Derzeit gebe es einen Stamm von 26 Helfern, der "gerne und jederzeit verstärkt werden kann", sagte Weber. Darüber hinaus engagieren sich die "Bürger füreinander" auch beim Thema Flüchtlinge, sie vermitteln beispielsweise Paten und organisieren Möbelspenden. Allgemein sorgen sie dafür, dass sich die Menschen in Bermatingen erfolgreich integrieren.

Überaus aktiv geht es bei den Senioren zu, die die Angebote ausgiebig nutzen. Beim Spielenachmittag wird fröhlich und ausgiebig gezockt – gerne auch bis in den späten Abend hinein. Hier treffen sich zwischen drei und 17 Teilnehmer, um Karten- und Brettspiele zu spielen. "Noch jede Menge Luft nach oben hat die Boule-Gruppe", eröffnete Karl-Heinz Berning seinen Bericht. Zwar habe sich mittlerweile eine kleine Stammgruppe etabliert, doch über mehr Spieler freue man sich immer. Für das kommende Frühjahr regte er an, den Platz zusammen mit der Gemeinde wieder etwas herzurichten.

Der Senioren-Internet-Treff bietet außerdem die Möglichkeit, Computerkurse zu besuchen sowie gezielte Fragen zum eigenen Rechner zu stellen oder Probleme zu finden und zu lösen. Auch beim Familientreff ist der Verein vollauf zufrieden. "Der offene Treff kommt sehr gut an. Die Mütter brauchen es, mal ohne feste Verpflichtung sich treffen zu können", berichtete die stellvertretende Vorsitzende Sonja Heger. Ihr Fazit, dem sich Vorsitzender Herbert Grau anschließt, lautete: "Das Haus ist gut belegt und die Gemeinschaft untereinander funktioniert."