Überlingen Schifffahrtsunternehmer Thomas Held meldet sich in der Reisebusdebatte zu Wort

Als inkonsequent betrachtet das Schifffahrtsunternehmen Held die Pläne, den Landungsplatz für große Reisebusse zu sperren. In Zusammenhang mit der geplanten Verpflanzung der Kastanienbäume auf dem Landungsplatz wurde dies in der vergangenen Woche beschlossen. Seitdem wird das Thema kontrovers diskutiert.

Das Schifffahrtsunternehmen Held weist in einer Presseerklärung darauf hin, dass Überlingen die einzige Stadt rund um den Bodensee ist, die ein derartig vielfältiges Ausflugsangebot mit privaten Schiffen, die das sonst nur vorhandene Angebot der BSB ergänzen, zu bieten habe. Thomas und Susanne Held schreiben: "Angefahren wird täglich die Insel Mainau, des Weiteren können verschiedene Ausflugsfahrten unternommen werden, wie die Dreiländertour nach Bregenz und Arbon, Stein a. Rhein, zur Insel Reichenau, Schloss Arenenberg, Konstanz oder nach Rorschach." Mit Bezug auf die Umgestaltung des Landungsplatzes und die geplante Sperrung der Hafenstraße wolle man darauf hinweisen so Held, "dass das Geschäftsmodell der Schifffahrtsbetriebe sehr wohl darauf basiert, dass ein großer Teil der Fahrgäste mit Reisebussen den Landungsplatz erreicht.

Die ankommenden Gäste sind meist Senioren, von denen ein nicht zu vernachlässigender Anteil in ihrer Mobilität eingeschränkt ist. Genau dieser Personenkreis wurde in umsichtiger Weise bei der rollstuhlgerechten Pflasterung des neugestalteten Ostteils der Promenade berücksichtigt. Konsequenterweise sollte nun auch zu Ende gedacht werden und diesen Gästen/Besuchern auch ein komfortables Aussteigen am Landungsplatz ermöglicht werden." Ein Fußmarsch vom ZOB oder wie von der SPD vorgeschlagen „Umsteigen in kleinere Stadtbusse“ sei Wunschdenken und in der Praxis nicht umsetzbar. Susanne und Thomas Held: "Auch ist es ein Irrglaube, dass all diese Besucher nur zur Mainau fahren und dort ihr Geld lassen. Der größte Teil nimmt an Rundfahrten teil und besucht davor und/oder danach die Überlinger Gastronomie und Geschäfte." Daher könne die Umgestaltung des Landungsplatzes nur so vorgenommen werden, dass Reisebusse diesen auch weiterhin direkt anfahren können.

Die FDP im Ortsverein Überlingen als erklärter Gegner der Schließung der Hafenstraße bietet zu diesem Thema eine Diskussionsrunde am Montag, 7. Mai, 20 Uhr im Restaurant "Arena", unter dem Titel „Schließung der Hafenstraße – Tod der Überlinger Innenstadt?“.

 

 

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