Überlingen Nach Fällung von Platanen und Weiden: Neue Bäume für das Landesgartenschaugelände

Erste Bäume für den neuen Uferpark wurden am Dienstagmorgen angeliefert. Sie sind bereits bis zu 25 Jahre alt und stammen vorwiegend aus heimischen Gefilden.

Nach der Fällung von Trauerweiden und Platanen auf dem Landesgartenschaugelände können sich die Überlinger seit Dienstag ein eigenes Bild von den Bäumen machen, die den Uferpark künftig dominieren. Auf zwei Tiefladern lieferte eine Baumschule Schlegel aus Riedlingen gestern 17 Bäume an. Sie wurden mit einem Kran auf ein Zwischenlager gelegt, wo sie vermessen und auf Qualität geprüft wurden. Bis 2018 werden 60 Bäume folgen, kündigte Petra Pintscher, Pressesprecherin der Landesgartenschau GmbH, an.

Um welche Bäume handelt es sich? Um die Stieleiche (Quercus robur), die Vogelkirsche (Prunus avium), den Weißen Maulbeerbaum (Morus alba), die Traubenkirsche (Prunus padus) und um die Mehlbeere (Sorbus aria). Heimische Pappeln, so die Auskunft Pintschers, würden 2018 gepflanzt.

Yvonne Graf, Landschaftsgärtnerin im Team der LGS GmbH, erklärte, dass vorwiegend heimische Arten zum Einsatz kommen. Wie im landschaftspflegerischen Begleitplan festgelegt, würden vor allem Bäume gepflanzt, die auch am Steilufer zwischen Sipplingen und Überlingen vorkommen. Abgesehen vom Maulbeerbaum, der eigentlich aus südlicheren Gefilden kommt, an der "Riviera des Bodensees" und unterhalb der wärmenden Molassefelsen aber ideale Bedingungen vorfinde. Das Büro Relais von Landschaftsarchitektin Marianne Mommsen habe Vorgaben zu Anzahl und Qualität der Bäume gemacht. Mit Qualität ist der Stammumfang beschrieben. Ob diese Vorgaben erfüllt wurden, maßen Yvonne Graf und Michael Brantner nach Ankunft der Bäume am Dienstagmorgen umgehend nach. Brantner ist als Sachbearbeiter und Baumkontrolleur beim Grünflächenamt der Stadt beschäftigt. Er stellte fest, dass ein Baum einen leichten Transportschaden erlitten habe, sie sonst aber in sehr gutem Zustand seien.

Der Stammumfang der jetzt zu pflanzenden Bäume (sie sind jeweils bereits fünf Meter hoch) wurde in einem Meter Höhe mit 35 bis 45 Zentimetern, je nach Baumart, vorgegeben. Wie Bernd Kapitza, Kundenbetreuer der Firma Schlegel in Riedlingen sagte, sei er stolz darauf, dass Bäume aus ihren Baumschulen auf dem Überlinger Landesgartenschaugelände stehen. Es sei bei einem europaweithart umkämpften Markt nicht mehr selbstverständlich, dass süddeutsche Bäume für Süddeutschland bestellt werden. Die jetzt nach Überlingen gelieferten Bäume seien 15 bis 20 Jahre alt, schätzten Yvonne Graf und Michael Brantner. Nein, sie seien sogar 22 bis 25 Jahre alt sagte, Kapitza. Abgesehen von der Weißen Maulbeere, die knapp 17 Jahre alt sei.

Je nachdem, welche Bedingungen die Bäume an ihrem neuen Standort vorfinden, können sie hunderte Jahre alt werden. Die besten Aussichten habe die Stieleiche, die Stieleiche, die laut Kapitza bis zu 300 Jahre alt werden kann. Die Vogelkirsche bringe es auf vielleicht 100 bis 150 Jahre, könne aber auch noch viel älter werden.

Yvonne Graf sagte beim Anblick der Bäume, als sie gestern aus dem Lastwagen gehoben wurden, und in Anlehnung an die gefällten Platanen, die ökologisch für unsere Region von geringerem Wert seien: "Wir haben eine schöne Vielfalt an Bäumen. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch gut für die Natur."

Ihre Meinung ist uns wichtig
Adventskalender - weil Vorfreude die schönste Freude ist
Neu aus diesem Ressort
Überlingen
Überlingen
Bodenseekreis
Überlingen
Überlingen
Übelringen/Uhldingen-Mühlhofen
Die besten Themen
Kommentare (3)
    Jetzt kommentieren