Überlingen Landesgartenschau: Kirchengemeinden liebäugeln mit Angebot auf dem Wasser

Die Planungen für die Gartenschau haben begonnen. Vor allem sucht der Ausschuss nun Menschen, die sich mit ihren Kompetenzen in Planung und Umsetzung einbringen möchten.

Die Überlinger Kirchengemeinden stehen zur Vorbereitung eines gemeinsamen Angebots bei der Landesgartenschau im Jahr 2020 in den Startlöchern. Die Weichen stellte der Ökumene-Ausschuss mit Vertretern der evangelischen und katholischen Gemeinde sowie der methodistischen Kirche mit der Entscheidung, eine übergeordnete Steuerungsgruppe und vier Fachgruppen einzurichten, in denen Vertreter der verschiedenen Gemeinden mitwirken sollen. Dazu sucht das Gremium jetzt interessierte Mitstreiter, die sich mit ihren Kompetenzen einbringen wollen. Bei der nächsten Sitzung des Ausschusses am 22. Mai sollen die ersten Weichen gestellt werden.

Um von Erfahrungen anderer zu profitieren, hatte eine kleine Gruppe schon im August 2016 die Landesgartenschau in Öhringen besucht. Die Gespräche mit den dortigen Organisatoren seien sehr hilfreich und informativ gewesen, macht Regine Klusmann, Dekanin des evangelischen Kirchenbezirks, deutlich. Die Verantwortlichen hätten ein umfangreiches und vielfältiges Programm entwickelt, seien mit dem Verlauf bis zu diesem Zeitpunkt sehr zufrieden gewesen und hätten von einer deutlichen Stärkung der Ökumene berichtet. Als Leitgedanke ihres Programms "Kreuz + mehr" hatten die Organisatoren in Öhringen formuliert: "Kirche will in ökumenischer Vielfalt präsent sein, mit Besuchern ins Gespräch kommen und mit spirituellen Angeboten Brücken bauen."

Als Ausgangspunkt für die eigenen Überlegungen war dieser Ansatz für gut befunden worden, dem in Öhringen ein mehrjähriger Prozess vorausgegangen war. "Wir müssen in den nächsten Monaten die Strukturen etablieren", darin sind sich Klusmann und die Vorsitzende des Ökumene-Ausschusses, Maria Gratia Rinderer, einig. Das Gremium sucht deshalb nun nach engagierten Menschen, die in den kommenden Jahren ihre Begeisterung, ihre Erfahrung und ihre Kompetenz in einzelnen Fachbereichen oder in der Koordination einbringen wollen. Dass dies eine herausfordernde Aufgabe ist, die allerdings auch viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet, wissen die Initiatoren nur zu gut.

Auch für die Struktur könne der Weg der Landesgartenschau in Öhringen Vorbild sein. Neben der Gelegenheit, sich nach außen zu präsentieren, sieht der Ausschuss in der gemeinsamen Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen auch eine große Chance zur Stärkung der Ökumene. Ganz wichtig ist aus Sicht der Verantwortlichen der Standort für das Angebot.

Regine Klusmann berichtet über Gespräche mit dem Konstanzer Museumsverein, der Eigentümer der restaurierte Bodenseefähre "Meersburg ex Konstanz" ist. Das Schiff wird derzeit im Sommerhalbjahr von den Stadtwerken Konstanz als Pächter für Ausfahrten und sonst im Konstanzer Hafen an der Imperia von einem Untermieter als Café genutzt. Dies scheint allerdings kein Hindernis zu sein. Eine erste Kontaktaufnahme mit dem Verein als Eigentümer und den Stadtwerken Konstanz als Pächter des Schiffs war positiv, berichtete Regine Klusmann, eine Nutzung der Fähre als Veranstaltungsort sei nicht ausgeschlossen – im Gegenteil.

"Wir als Verein und die Stadtwerke waren uns in den bisherigen Vorgesprächen einig," sagt Franz Hiller, der Vorsitzende des Vereins, "dass das eine sehr gute Sache wäre und wir uns das gut vorstellen könnten." Ein Standort und eine Lösung dafür müsste sich aus seiner Sicht finden lassen. Allerdings bedarf es hier auch einer Genehmigung durch das Landratsamt. Noch ist alles drin: Die Gespräche mit der Behörde und der Landesgartenschau GmbH sind erst angelaufen.

Ökumenische Vorbereitung

  • Die katholische und evangelische Kirchengemeinde sowie die methodistische Kirche möchten nun erste Weichen stellen und suchen Mitstreiter, die sich in die Gestaltung einbringen wollen.
  • Gesucht werden Menschen, die Zeit und Lust haben, in der Steuerungsgruppe mit monatlichen Treffen bis zum Oktober 2020 oder in einer der Vorbereitunsgruppen mitzuarbeiten. Genannt werden die Bereiche Technik, Gottesdienste, Musik, Öffentlichkeitsarbeit und ähnliches. Geprägt sein solle die Teamarbeit von "ökumenischer Vielfalt, Spaß und Freude".
  • Kontakt: Dekanin Regine Klusmann (0 75 51/95 37 31 oder regine.klusmann@kbz-ekiba.de) und Dekan Peter Nicola (0 75 53/9 19 94 40 oder pfarrbuero-salem@kath-salem.de). (hpw)

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