Überlingen Im Stadtarchiv gibt es viele Schätze zu entdecken

25 SÜDKURIER-Leser können am 26. Februar im Überlinger Stadtarchiv mit dabei sein und bei einem Rundgang mit Stadtarchivar Walter Liehnert spannende Einblicke erhalten.

Einen exklusiven Einblick können 25 SÜDKURIER-Leser in das Überlinger Stadtarchiv erhalten, und damit Zugang zu einem einzigartigen Fundus an historischen Dokumenten – nicht nur zur Überlinger Geschichte, sondern der des ganzen Linzgaus. Die Aktion "Der SÜDKURIER öffnet Türen" am 26. Februar ab 17 Uhr macht es möglich.

Normalerweise ist das Stadtarchiv nur denen zugänglich, die ein "berechtigtes Interesse" nachweisen. Zum Beispiel an einer Einsicht in die Bauakten im Rahmen eines Haus- oder Grundstückkaufs. Oder Studenten, Geschichtswissenschaftler und Publizisten, die mit ihrer Arbeit im Archiv einen Beitrag zur Dokumentation der Stadtgeschichte beziehungsweise Geschichte der Region leisten. Die Teilnehmer der Führung betrifft das nicht – und sie werden darüber hinaus sogar den modernen, klimatisierten Magazintrakt erkunden, in dem viele alte Bücher, Protokolle und Urkunden lagern und der normalerweise nur den Mitarbeitern zugänglich ist.

Neben einer Fülle an historischen Zeugnissen ist schon das im Jahr 1600 vollendete Gebäude, in dem sich das Archiv befindet, und das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Überlinger Münster liegt, sehenswert. "Die Alte ‘Stadtkanzlei’ ist eines der schönsten und bedeutendsten Renaissancegebäuden am Bodensee", erklärt Stadtarchivar Walter Liehnert. "Sie verkörpert auch heute noch den Herrschaftsanspruch der Reichsstadt Überlingen, die von sich behaupten konnte, nur dem Kaiser Untertan zu sein.

" Nicht nur von außen, sondern auch von innen beeindruckt die "Alte Stadtkanzlei" mit aufwendig renovierten Innenräumen und fantastischen Wandmalereien. "Das Gebäude wird immer gut in Schuss gehalten", so Liehnert, "weil es sehr wertvoll ist."

Die Archivalien, die Walter Liehnert hier hütet und verwaltet, betreffen nicht nur die Überlinger Stadtgeschichte, sondern die des Linzgaus. Denn als Reichsstädtisches Archiv gehörten einst rund 33 Dörfer und 110 Lehenhöfe zu seinem "Einzugsgebiet". Bei der Führung werde es einige Schätze zu sehen geben, verspricht Stadtarchivar Liehnert: Preziosen wie das älteste Überlinger Stadtrecht oder den Überlinger Wappenbrief aus dem Jahr 1582 werde er im Original zeigen. Und er werde anhand ausgewählter Archivalien einen groben Überblick über die Stadtgeschichte geben.

"Ich erinnere dabei auch gerne noch einmal an die – wenig bekannte – handstreichartige Einnahme Überlingens durch Widerholt im Jahr 1643, die anschließende französische Besatzung und vor allem an die bayerische Belagerung 1644, die den absoluten Tiefpunkt in der Stadtgeschichte markieren. Im Gegensatz zu den Schwedenbelagerungen erinnert sich seltsamerweise daran kaum jemand", so Liehnert. Keiner sitzt so nah an der Quelle wie er. Bestimmt hat der Stadtarchivar viel Interessantes zu erzählen – auf jeden Fall freut er sich auf interessierte Besucher am 26. Februar und öffnet für diese gerne die historischen Pforten der "Alten Stadtkanzlei".

Verlosung

Wer an der Führung durch das Überlinger Stadtarchiv am Montag, 26. Februar, ab 17 Uhr teilnehmen möchte, muss nur die Telefonnummer 0 13 79/37 05 00 45 wählen (50 Cent aus dem Netz der Telekom; Handytarife abweichend). Genannt werden muss neben dem Stichwort "Stadtarchiv" der Vor- und Nachname, die Wohnanschrift und die eigene Telefonnummer. Teilnahmeschluss ist am Montag, 19. Februar, um 11 Uhr. Beim Rundgang durch das Stadtarchiv können 25 SÜDKURIER-Leser dabei sein, die Plätze werden ausgelost. Bitte geben Sie am Telefon an, ob Sie alleine oder mit einer Begleitperson an der Führung teilnehmen wollen. Treffpunkt ist am 26. Februar um 17 Uhr am Stadtarchiv Überlingen am Münsterplatz 8. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

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