Überlingen Ansturm auf Hoffest des Hofgutes Rengoldshausen

Bauernhof produziert seit 1932 biologisch-dynamisch. Geburtstagsfest mit 40 weiteren Demeterbetrieben. Landtagsabgeordneter Martin Hahn (Bündnis 90/Grüne) sprach von Überlingen als „Epizentrum der ökologischen Landwirtschaft).

Das von Mitarbeitern und Kunden liebevoll „Rengo“ genannte Hofgut Rengoldshausen hatte allen Grund zu feiern und lud zu einem großen Familienfest ein. „Der schönste Tag im Leben ist der, wenn Gäste kommen“, so Betriebsleiter Walter Sorms. Zahlreiche Besucher waren zu dem Fest gekommen, das anlässlich des 80-jährigen Bestehens des ökologisch-dynamischen Bauernhofs gefeiert wurde. Er war einer der allerersten überhaupt.
„Wir wollen unseren Hoforganismus als Ganzes vorstellen“, so beschrieb Betreibsleiter Markus Knösel die Konzeption des Hoffestes. Mit Spiel und Spaß konnten Groß und Klein den Hof und seine zahlreichen Aktivitäten entdecken und selbst die Vielfalt der ökologischen Landwirtschaft erleben. „Überlingen ist das Epizentrum der ökologischen Landwirtschaft“, so der Landtagsabgeordnete Martin Hahn. Vor allem das Hofgut Rengoldshausen habe hier einen großen Anteil, da es mittlerweile über 2400 Menschen im Jahr ernähren könne.
ore und Hans Voith hatten 1932 den Hof gekauft, um ihre visionäre Vorstellung von der biologischen Landwirtschaft in die Tat umzusetzen. „Anfangs wurden wir mit unserer biologisch-dynamischen Idee oft belächelt“, erinnerte sich deren Tochter Dr. Cornelia Hahn zurück. Mittlerweile sei die Entwicklung überwältigend.
„Das Interesse der Menschen an unseren Produkten ist groß“, freute sich Walter Sorms, der seit 28 Jahren auf dem Rengohof arbeitet.

Auch Oberbürgermeisterin Sabine Becker würdigte die Arbeit des Bauernhofes, der mittlerweile zu einer Institution in der Stadt geworden sei: „Das Hofgut Rengoldshausen ist zu einem Markenzeichen für unverwechselbare ökologische Landwirtschaft geworden“.
Entsprechend des Mottos „Nachhaltigkeit für die Nachkommen“ hielt „Rengo“ für seine kleinen Gäste ein buntes Programm bereit. Für gute Laune sorgten nicht nur die Clowns, sondern auch der Zauberer Flow. Mit seinen Kartentricks wanderte er von Tisch zu Tisch und verzauberte seine Zuschauer. „Obwohl ich ganz nah dran stehe, weiß ich nicht, wohin die Karte verschwunden ist“, wunderte sich der zehnjährige Artur Wohlfahrt. Herumtoben im Heu und eine Heuschlacht auf dem Donnerbalken erfreute sich bei den Kindern größter Beliebtheit. Bei der Märchenvorstellung „Märchen aus der Wunderkiste“ brachte Martin Hommel vor vollbesetzten Reihen Grimmsche Märchen lebendig auf die Bühne und wechselte rasend schnell seine Rolle von dem mutigen Trommler zur bösartigen Hexe mit dem Hexenschuss. „Für die Kinder gibt es ein vielfältiges Angebot“, freute sich Besucher Mario Abels.
Die Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb vermittelte die Holzschatzsuche. Hierfür begaben sich die Kinder auf eine Entdeckungsreise durch den Bauernhof und mussten fünf Schätze des Hofes suchen: Heu, Stroh, Steine, Federn und Erde. „Die Kinder sollen die Schätze der Landwirtschaft erleben und wertschätzen“, so Bauernhofpädagogin Sonja Ostermayer.
Obwohl das Hofgut Rengoldshausen im Zentrum des Hoffestes stand, präsentierten sich zahlreiche weitere Demeterbetriebe. „Die 40 Demeter-Betriebe rund um den Bodensee kooperieren statt konkurrieren“, so Sorms. Mit kulinarischen Köstlichkeiten wie Apfel-Walnuss-Frischkäse und Bio-Eis sorgten die zahlreichen Partnerbetriebe für das leibliche Wohl. Die 60 Mitarbeiter, Praktikanten und Ehemaligen sowie die zahlreichen Besucher waren sich einig: „Rengo is a wonderful place“.

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