Stetten Initiative stellt Kompromiss für B-31-Trasse vor

Die Verkehrsinitiative IGVP Stetten hat bei einer Veranstaltung im Gemeindesaal einen eigenen Vorschlag für eine Trassenlösung für die B 31 vorgestellt. Aus ihrer Sicht wäre diese Trasse eine Lösung, mit der sowohl die Bürger in Hagnau, als auch die in Ittendorf und Meersburg leben könnten. Die Signale von Vertretern dieser Gemeinden bei der Info-Veranstaltung waren positiv.

Stetten liegt zwischen Hagnau und Meersburg. Diese beiden Gemeinden – zumindest ihre Verkehrsinitiativen und Gemeinderäte – haben bisher recht unterschiedliche Ansichten darüber, welche Trassenlösung für die B 31 die beste ist. Denn beide befürchten, mit der Lösung des jeweils anderen zu viele Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Die Stettener Initiative IGVP hatte sich bisher aus dem Streit herausgehalten. Jetzt überraschte ihr Vorsitzender Christian Grömmer in einer Info-Veranstaltung mit einem Kompromissvorschlag, mit dem eventuell beide Seiten leben könnten, wie der Vorsitzende hoffte.

Er erklärte, die Trasse würde die Hagnauer vor dem gefürchteten Tunnel verschonen, einige Meersburger Wünsche erfüllen und zugleich die Ittendorfer Ängste berücksichtigen. Sie verläuft weder auf der alten Trasse ("Ausbauvariante", von Meersburg bevorzugt), noch auf der "Trasse 7.5-2" (teilweise alte B 33, von Hagnau favorisiert), sondern dazwischen, also durch den Wald.

Interessiert studieren die Besucher nach der Veranstaltung die ausgehängten Pläne der IGVP, unter anderem Winzer Manfred Aufricht.
Interessiert studieren die Besucher nach der Veranstaltung die ausgehängten Pläne der IGVP, unter anderem Winzer Manfred Aufricht. | Bild: Uwe Petersen

Mit dieser Variante konnten sich die anwesenden Hagnauer spontan anfreunden. Aus Ittendorf kamen zwar einige kritische Fragen, es herrschte aber die Meinung, dass letztlich auch Ittendorf in dieser Variante entlastet werde. Der Meersburger Andreas Volz bedauerte, dass die Initiative MIK nicht vertreten war, konnte persönlich dieser Variante aber einiges abgewinnen. "Vor allem mit der Umleitung und der Untertunnelung der B 33 ist das ein deutlich besseres Ergebnis für Meersburg."

Winzer Manfred Aufricht sieht in dieser Variante die beste Lösung – für sich, für Hagnau und Stetten und die ganze Region. "Für mich ist es wichtig, dass wir unsere sensible und intakte Landschaft nicht zerstören. Sie ist für uns von emotionaler und existenzieller Bedeutung." Der Stettener Heiko Mantzsch meinte: "Der Vorschlag ist sehr gut für ganz Stetten, aber auch ein guter Kompromiss für Meersburg und Ittendorf." Bürgermeister Daniel Heß betonte, dass vor allem die Knoten für die Belastung von Mensch und Natur wesentlich seien. "Es muss eine Lösung für die ganze Region her: Kirchturmdenken nutzt niemandem."

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