Sipplingen Pläne für neues Baugebiet Hohfelser

Die Gemeinde Sipplingen will auf dem 2,8 Hektar großes Gewann Hohfelser ein neues Baugebiet schaffen. Da die 40 Flächen in dem Gebiet alle in privater Hand sind, sollen jetzt alle Grundstückseigentümer angeschrieben werden. Nur wenn man sämtliche Flächen erwerben könne, werde das Neubaugebiet realisiert, erklärte Bürgermeister Oliver Gortat.

Das Gebiet Hohfelser im Osten der Gemeinde soll nach Möglichkeit zu einem Baugebiet entwickelt werden. Das Problem: Der Gemeinde gehören dort keine Grundstücke. Der Gemeinderat sprach sich jetzt für die Entwicklung eines Baugebiets aus und legte gleichzeitig fest, dass zum zwingend notwendigen Erwerb der Grundstücke durch die Gemeinde ein einheitlicher Kaufpreis in öffentlicher Sitzung festzulegen sei. Nach einer ersten Information und Kontaktaufnahme durch die Gemeinde soll bei positiver Resonanz ein externes Baulandentwicklungsunternehmen mit der weiteren Abwicklung betraut werden. Hierzu sollen parallel Angebote eingeholt werden.

Nach Darstellung von Bürgermeister Oliver Gortat ist im Gewann Hohfelser schon seit rund drei Jahrzehnten eine Wohnbaufläche vorgesehen. In den zurückliegenden Jahren seien bei der Gemeinde regelmäßig von Grundstückseigentümern, Bauinteressenten und Bauunternehmern Anfragen über eine mögliche Erschließung und Bebaubarkeit des Baugebiets oder einzelner Grundstücke eingegangen. Daher habe sich der Gemeinderat auch schon vielfach damit beschäftigt. „Im Rahmen der letzten Klausurtagung des Gemeinderats wurde das Bestreben deutlich, dass die Gemeinde jetzt die mögliche Entwicklung des Baugebiets in Angriff nimmt und nach Möglichkeit auch umsetzt“, sagte Gortat. Sollten die jetzt anstehenden ersten Schritte und Verhandlungen scheitern, werde die Entwicklung des Baugebiets aber für einen langen Zeitraum kein Thema mehr sein. Gortat machte deutlich: „Ich werde es nur einmal angehen.“

Um das Vorhaben zu realisieren, seien verschiedenen Schritte erforderlich. Zum einen müssten die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, zum anderen spielten die Eigentumsverhältnisse der entsprechenden Grundstücke eine maßgebliche Rolle. Letztlich sei entscheidend, ob die Gemeinde als Trägerin der Planungshoheit das Eigentum an den Grundstücken habe oder erwerben könne, um eine Überplanung und die Erschließung des gesamten Gebiets realisieren zu können. Gortat erklärte: „Ist die Gemeinde oder die mit der Entwicklung des Gebiets beauftragte Erschließungsgesellschaft Eigentümerin der Grundstücke, hat die Gemeinde die Entscheidungs- und Gestaltungsgewalt von der Aufstellung des Bebauungsplans bis zur Vergabe der späteren Grundstücke.“

Der Rathauschef wies darauf hin, dass in den Vorjahren die Firma RBS Wave, die zur Energie Baden-Württemberg (EnBW) gehöre, in einigen Gemeinde der nächsten Umgebung im Bodenseekreis wie Owingen, Uhldingen und Markdorf Baulandentwicklungen vorgenommen habe. Diese hab bereits vorgeschlagen, Eigentümergespräche zu führen, den Grunderwerb sowie die Projektsteuerung und Erschließungsplanung zu übernehmen.

Der Bürgermeister schlug vor, zunächst sämtliche Grundstücks- und Miteigentümer schriftlich über die anstehenden Aktivitäten und die Erwerbsabsicht der Gemeinde für alle im Plangebiet gelegenen Grundstücke zu informieren und gegebenenfalls eine Informationsveranstaltung auszurichten. Gemeinderat Clemens Beirer (CDU) sprach sich dafür aus, dass dieses erste Anschreiben von der Gemeinde und nicht von einer Firma kommen solle. Dann sollten Angebote eingeholt werden.

Hohfelser

Das 2,8 Hektar große Gewann Hohfelser ist gegenwärtig das einzig ausgewiesene Bauerwartungsland im Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Überlingen-Owingen-Sipplingen. Es beinhaltet 40 Grundstücke, die 70 Eigentümern gehören.

Die Gemeinde hat aktuell daran noch kein Eigentum. "Nur wenn wir das komplette Eigentum erwerben, werden wir die Erschließung eines neuen Baugebiets für Wohnbebauung vornehmen", sagt Bürgermeister Oliver Gortat. Sein Ziel ist es, die baureifen Grundstücke dann mithilfe eines Sozialpunktesystems an jüngere Familien zu vergeben. Vorstellbar sei auch, sich einer Baugenossenschaft anzuschließen und auf einer Teilfläche selbst Wohnraum zu schaffen, um diesen zu vermieten.

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