Salem Verwaltung legt neues Parkkonzept vor

Der Parkplatz gegenüber des Bildungszentrums in Salem soll gekiest werden, um eine dauerhaft allwettertaugliche Parkmöglichkeit zu bieten. Denn in Salem stehen häufig zu wenig Parkplätze zur Verfügung, vor allem dann, wenn bei schönem Wetter die Badegäste ins Freibad strömen. Im Gemeinderat stieß der Vorschlag der Verwaltung nicht auf ungeteilte Zustimmung. Denn die temporäre Parkfläche gegenüber des Bildungszentrums ist im Flächennutzungsplan eigentlich für Wohnbebauung ausgewiesen.

Salem – Mit der Tiefgarage, die in der neuen Gemeindemitte geplant ist, und den umliegenden Stellplätzen für Autos lässt sich offensichtlich doch nicht der gesamte Bedarf an Parkflächen abdecken. Planer hatten dies so berechnet. Doch vor allem dann, wenn an heißen Sommertagen die Badegäste ins Freibad strömen, reicht die Parkfläche nicht aus. Darauf deutet das Parkkonzept hin, das die Verwaltung dem Gemeinderat kurz vor Weihnachten vorlegte. Nach diesem Konzept soll der provisorische Parkplatz gegenüber des Bildungszentrums als allwettertaugliche Parkfläche gekiest und die angrenzende Ackerfläche bis zur Tennishalle als Wiese eingesät werden. Hier sollen bei großem Andrang die Freibadbesucher parken können. Im Gemeinderat stieß dieser Vorschlag der Verwaltung nicht auf ungeteilte Zustimmung, auch wenn die Räte zustimmten, dass der provisorische Parkplatz gegenüber des Bildungszentrums gekiest wird.

Dieser provisorische Parkplatz ist im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen. Um diese 3700 Quadratmeter große Fläche offiziell als Parkfläche umzuwidmen, sind eine Änderung des Flächennutzungsplans sowie ein Bebauungsplanverfahren erforderlich. Beidem stimmte der Gemeinderat zwar einstimmig zu. Allerdings gab es einige kritische Stimmen zu den Plänen. "Eigentlich wollten wir das Parkproblem vor Ort doch unterirdisch lösen oder mit einer Parkierungsanlage am Rand der zentralen Mitte", erinnerte Petra Herter (CDU) an die Debatten bei der Planung der Neuen Mitte. Damals wurde auch ein Parkdeck an der westlichen Zufahrt in die Schlossseeallee ins Gespräch gebracht.

Dass nun eine Wohnbaufläche als Parkfläche umgewandelt werden soll, hielt Henriette Fiedler (FWV) für eine Lösung, die zumindest hinterfragt werden müsse. Auch Peter Frick (CDU) sah dies so: "Ich dachte, der Parkplatz gegenüber des Bildungszentrums solle nur eine temporäre Angelegenheit sein."

Für den zeitlich befristeten Bestand dieses Parkplatzes zeigte sich Bürgermeister durchaus offen. "Wenn Sie mir ein anderes Parkkonzept vorlegen, können wir jederzeit auch wieder umdisponieren", erklärte er. Aber jetzt werde dieser Parkplatz dringend benötigt. Denn mit den unmittelbar bevorstehenden Aushubarbeiten für die neue Tiefgarage und mit der Erweiterung der Generation-Plus-Anlage fielen zahlreiche Autoabstellmöglichkeiten weg. Und es mache keinen Sinn, die Nutzung des Parkplatzes gegenüber des Bildungszentrums auf zwei oder drei Jahre zu befristen, wenn man jetzt ein aufwendiges Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanverfahren durchziehe. Sollten sich andere Parkkonzepte auftun, dann könne der Parkplatz gegenüber des Bildungszentrums schnell wieder abgeräumt werden.

In das Parkkonzept der Verwaltung ist auch die Ackerfläche bis zur Tennishalle einbezogen. Nachdem mit den Eigentümern ein Pachtvertrag abgeschlossen werden konnte, soll sie als Wiese eingesät und bei Bedarf – das heißt zu Spitzenzeiten des Freibadbetriebs – als Parkfläche zur Verfügung gestellt werden.

Von der geplanten Kiesung des Parkplatzes gegenüber des Bildungszentrums könnte eventuell die Salemer Jugend profitieren. Denn Bürgermeister Manfred Härle erklärte, er könne sich vorstellen, dass mit dem Boden, der von der Parkfläche abgetragen wird, hinter der Tennishalle eine Dirtbike-Anlage modelliert wird. Damit könne einem Wunsch von Jugendlichen aus der Gemeinde entsprochen werden.

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