Salem Schülerprojekt der Gemeinschaftsschule Salem eröffnet Café Vogelnest

Die 18 Beteiligten können nach sechs Monaten bereits eine Starthilfe in Höhe von 300 Euro mit Dankeschön zurückzahlen.

Geladene Gäste, kleine Snacks, kurze Ansprachen, Vorstellung des Mitarbeiterteams – alles spielte sich bei der Eröffnung des Café Vogelnest im Bildungszentrum wie im richtigen Leben ab. Das Café wird geführt von einer Schülerfirma, die sich vor einem halben Jahr an der Gemeinschaftsschule Salem gegründet hat. Ganz nach dem Motto des von den beiden Lehrern Martin Herzer und Gregor Stübner-Drach initiierten Projekts: "Gemeinsam für das Leben lernen."

"Es freut uns sehr, dass Sie gekommen sind", begrüßte Luis Tassone, einer der 18 Mitarbeiter, die Gäste. Zu ihnen zählten die Schulleitung, die Eltern der Mitarbeiter, Mitglieder des Schulfördervereins und die Salemer Werbewerkstatt Nöh, die für ein einheitliches Aussehen mit Schürze und Schildmütze gesorgt hat. Nachdem alle Gäste mit Tee, Kaffee und süßen Teilchen versorgt waren, wartete Martin Herzer mit einer positiven Botschaft auf. "Unsere Schülerfirma ist erfolgreich gestartet." So erfolgreich, dass sie aus den Erlösen, die sie bisher aus dem Verkauf von Tee, Kaffee, Kinderpunch, Smoothies und Waffeln erzielt hat, dem Schulförderverein zur Eröffnung des Cafés nicht nur den von ihm gewährten Starthilfe-Kredit in Höhe von 300 Euro zurückzahlen, sondern als Dankeschön auch noch 100 Euro drauflegen konnte.

"Unsere Mitarbeiter sind allesamt sehr engagiert bei der Sache", sagte Martin Herzer. Auch nach einem halben Jahr habe keiner der Schüler die Lust an der Sache verloren. Und gekündigt habe schon gar keiner. So einfach wäre das auch nicht: "Jeder Mitarbeiter hat einen Arbeitsvertrag unterschrieben, in dem auch eine Kündigungsfrist festgeschrieben ist", erläutert Herzer. Wie im richtigen Leben eben. Dazu gehören auch feste Arbeitszeiten, die in Dienstplänen und Aufgabenbereichen festgelegt werden. "Die einen bringen sich lieber in der Produktion ein, die anderen im Marketing oder im Finanzwesen." Lena Ziegler, die wie alle Mitarbeiter die siebte Klasse der Gemeinschaftsschule besucht, macht eigentlich alles gern. "Ich fühle mich sehr wohl in dieser Firma", sagt sie – als ob's aus dem richtigen Leben gesprochen wäre.

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