Salem Gemeinschaftsschule Salem ist bundesweit die Nummer fünf

Beim Finale des größten deutschen Schulwettbewerbs "Starke Schule" schaffte es die erst vor zweieinhalb Jahren eingerichtete Schule im Bildungszentrum Salem weit nach vorne. Rektor Emil Bauscher: "Wir sind auf dem richtigen Weg"

Ganz nach oben hat es für die Gemeinschaftsschule am Bildungszentrum Salem nicht gereicht. Aber sie erreichte im Bundesfinale von "Starke Schule" gestern Platz fünf und ist damit ganz vorne mit dabei. "Dieser fünfte Platz ist für die Zeit, in der wir die Gemeinschaftsschule aufgebaut haben, einfach phantastisch", kommentierte Rektor Emil Bauscher gestern Abend am Telefon. Er war zusammen mit Konkrektorin Karin Hiestand, zwei weiteren Lehrern und zwei Schülern am Mittwoch zur Preisverleihung nach Berlin gereist. Dort fand gestern Vormittag in Anwesenheit von Bundespräsident Frank- Walter Steinmeier im Deutschen Historischen Museum das Bundesfinale dieses größten deutschen Schulwettbewerbs statt.

Ja, er sehe das als wirklich beeindruckende Anerkennung der Arbeit, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren in Salem geleistet wurde – so lange gibt es die Gemeinschaftssschule am Bildungszentrum. Im Februar hatte sie sich den Landessieg in Baden-Württemberg geholt und damit die Fahrkarte nach Berlin. Ob er sich doch noch mehr erhofft hatte, einen der ersten drei Plätze? "Wir sind unter den besten fünf unter 500 teilnehmenden Schulen – und das nach so kurzer Zeit, seit es uns gibt."

Auf die politischen Auseinandersetzungen rund um die Salemer Gemeinschaftsschule angesprochen, darauf, ob dieser Erfol auch eine gewisse Genugtuung sei hört man Bauscher lachen. "Ach, ich blicke da nicht zurück. Mich freut es, dass die Arbeit, die dahinter steckt, dass das Konzept, das ich gemacht habe, dass das alles anerkannt wird und dass das Früchte tragen kann. " Dann hört man ihn lauter lachen. "Aber ja, die Zeit war nicht leicht – ich habe es überstanden."

Bauscher ist nicht nur mit der Plazierung zufrieden, sondern auch mit dem, was die "sehr lohnende Reise" brachte. Einmal sei die Veranstaltung mit dem Bundespräsidenten hervorragend gewesen. "Und dann die Netzkonferenzen heute Nachmittag, da hat man sich ausgetauscht, auch mit den Siegerschulen." DA habe man gehört, welche Konzepte dort umgesetzt werden. "Man bekommt überall Anregungen mit, nach dem Motto: Wer aufhört, besser sein zu wollen, der hört auf, gut zu sein." Was er und seine Kollegen mitbringen nach Salem, wo sie heute im Laufes des Tages wieder ankommen werden? "Durch diese Würdigung sehen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind – und aus den Gesprächen wissen wir, es gibt auch noch einige Stellschrauben, an den wir drehen können, um noch besser zu werden."

Der Sieg im Wettbewerb „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ geht an die Ganztagsschule „Johannes Gutenberg“ aus Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt. Die KGS Schneverdingen aus Niedersachsen konnte sich den zweiten Platz sichern, den dritten Platz erreichte die Gesamtschule Waltrop aus Nordrhein-Westfalen. Die Schulen überzeugten die Jury mit innovativen Konzepten, systematischer Förderung und einer gelungenen Berufsorientierung für ihre Schüler, heißt es in einer Pressemitteilung von "Starke Schule". Der Wettbewerb prämiere die herausragende Arbeit, die diese Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schüler auf die Berufswelt leisteten. Er wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt.

„Die Gewinnerschulen haben eins gemeinsam, heißt es weiter in der Mitteilung: Sie sind Orte, an denen sich Lehrkräfte ganz besonders engagieren und Jugendliche gerne lernen“, sagte Frank-J. Weise, Vorstandsvorsitzender der Hertie-Stiftung, gestern stellvertretend für die Projektpartner. „Unser Anliegen ist es, die ausgezeichneten Konzepte dieser Schulen zu stärken und weiter zu verbreiten.“

Die Plazierungen

Den mit 15 000 Euro dotierten Sieg holte sich die Ganztagsschule „Johannes Gutenberg“ aus Wolmirstedt, Sachsen-Anhalt, gefolgt von der KGS Schneverdingen, Niedersachsen (10 000 Euro) und der Gesamtschule Waltrop, Nordrhein-Westfalen (5000 Euro). Die weiteren Plätze: Stadtteilschule Bergedorf, Hamburg (4. Platz), Gemeinschaftsschule am Bildungszentrum Salem, Baden-Württemberg (5.), Gesamtschule der Stadt Kelsterbach, Hessen (6.), Schule an der Haveldüne, Berlin (7.), Freiherr-vom-Stein-Realschule plus, Bernkastel-Kues, Rheinland-Pfalz (8.) Anne-Frank-Schule, Bargteheide Schleswig-Holstein (9.) und Mittelschule Gochsheim, Bayern (10.).

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