Salem-Beuren Fulminates Abschiedskonzert von Harald König

Der Dirigent des Musikvereins Beuren gibt nach 20 Jahren den Taktstab ab und tritt künftig nur noch als Trompeter auf. Zu seinem Abschied zeigten seine Musiker im Adventskonzert ihr ganzes Können.

Es war das 20. und zugleich letzte Adventskonzert, das Harald König am Samstagabend mit dem Musikverein Beuren aufführte. Gleich in seinen Begrüßungsworten gab der Vorsitzende Daniel Mauthe bekannt, dass "unser langjähriger Dirigent den Taktstock abgeben wird". Umso gespannter verfolgten die rund 200 Zuhörer den zweistündigen Melodienstrauß und waren auch dieses Mal begeistert. "Es war ein bewegendes Konzert", fasste Bürgermeister Manfred Härle in Worte, was zuvor schon in lang anhaltendem Applaus zum Ausdruck gekommen war.

Zu seinem Abschied als Dirigent hatte sich Harald König teilweise an recht anspruchsvolle Literatur gewagt und seinen 51 Musikern noch einmal alles abverlangt. Und die glänzten vom ersten bis zum letzten Takt, als ob sie ihrem scheidenden Dirigenten, der sich künftig als Trompeter wieder in ihre Reihen begeben wird, eine goldumrandete Visitenkarte hinterlassen wollten.

Dieser Goldrand zeichnete sich schon beim Eingangsstück "Sei uns gegrüßt" mit seinem monumentalen und von der Musikkapelle Beuren eindrucksvoll wiedergegebenem Klangbild ab, das im Jahr 1844 von Richard Wagner geschaffen wurde. "Als Huldigung an den sächsischen König", wie Kristina Wahl in ihrer informativen und unterhaltsamen Moderation erklärte.

Von der Hommage an den König ging es über in die musikalische Comik-Welt der unvergessenen Figuren Tintin und Milou, zu deutsch Tim und Struppi. Ein Stück, das geprägt ist von vielen Taktwechseln und deshalb den Musikern ein Höchstmaß an Konzentration abverlangte. Auch das wurde ohne Patzer gemeistert. In den "Dialog der Generationen" traten die Beurener Musiker mit einer Komposition von Kurt Gäble ein, der für Salem vor neun Jahren die Ortshymne "Salemonia" kreiert hatte. Der Dialog der Generationen, so merkte der Vize-Präsident des Blasmusikverbandes Bodenseekreis, Egbert Benz, an, werde kaum irgendwo so gepflegt wie in den Musikvereinen, wo häufig der Großvater an der Seite des Enkels spiele. Ein Blick über die Köpfe des Musikvereins Beuren gab dafür den leibhaftigen Beweis.

Das Drei-Genrationen-Blasorchester reihte in seinem abwechslungsreichen Programm Höhepunkt an Höhepunkt aneinander. Und dennoch überstrahlte ein Stück alles andere: So kündigte Kristina Wahl "Gabriellas Song" aus dem Film "Wie im Himmel an" und fügte hinzu: "Ich verspreche Ihnen: Das wird Gänsehaut pur." Nichts anderes erzeugte Alexandra Kunemann-Langenstein mit ihrer kräftigen, ausdruckstarken Stimme und dem: "Ich will spüren, dass ich lebe."

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