Salem Bodensee-Linzgau-Tourismus zieht Bilanz: Zahl der Übernachtungen steigt

Eine gute Entwicklung verzeichnet der Verein bei den Gästen. Allerdings treten einige Mitglieder wegen der positiven Haltung des BLT zur Echt-Bodensee-Card aus.

Salem/Heiligenberg (as) Der Verein Bodensee-Linzgau-Tourismus (BLT) kann weiterhin auf die Unterstützung der sechs Gemeinden setzen, die er touristisch vermarktet. "Wir Mitgliedskommunen (Salem, Frickingen, Heiligenberg, Owingen, Herdwangen-Schönach und Daisendorf) wollen den Tourismus weiter vorantreiben", versicherte Heiligenbergs Bürgermeister Frank Amann in der Mitgliederversammlung im Sennhof. Im vergangenen Jahr stiegen die Übernachtungszahlen im Bereich des BLT ein weiteres Mal an.

"Wir hatten ein insgesamt positives Geschäftsjahr", erklärte Heike Steurer, die zum zweiten Mal zur Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. Allerdings mischte sich in ihre Bilanz auch ein Wermutstropfen. Einige Mitglieder haben dem Verein im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt und sind ausgetreten, weil, so berichtete Heike Steurer, "wir eine befürwortende Haltung zur Einführung der Echt-Bodensee-Card eingenommen haben". Dabei sei diese gemeinsame Gästekarte in jenen vier Gemeinden (Eriskirch, Langenargen, Sipplingen und Bodman-Ludwigshafen), in denen sie vor Kurzem eingeführt wurde, gut gestartet, wie Bürgermeister Amann mitteilte. Positive Rückmeldungen lägen nicht nur von den Gästen, sondern auch von den Gastgebern vor.

Einige Mitglieder hat der Verein auch verloren, weil vor allem private Zimmervermieter meist aus Altersgründen aufgegeben haben. Nach Angaben von Heike Steurer zählt der Verein aktuell 138 Mitglieder. Rund 20 weniger als vor drei Jahren, aber doch fast doppelt so viel wie bei der Vereinsgründung vor zehn Jahren.

Im vergangenen Jahr hat der Verein einen Überschuss von rund 4400 Euro erwirtschaftet. Zum großen Teil finanziert sich der Verein aus den Zuschüssen der sechs Mitgliedsgemeinden. Diese betrugen insgesamt 124 000 Euro. Knapp 10 000 Euro kamen durch Mitgliedsbeiträge zusammen. Auf der Ausgabenseite schlugen die Personalkosten mit rund 92 000 Euro am stärksten zu Buche. Wie Geschäftsführerin Jutta Halder darlegte, will der Verein in diesem Jahr rund 26 000 Euro in Marketingmaßnahmen investieren.

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