Ravensburg Ravensburg: Zehnköpfige Ermittlungsgruppe sucht Ursache des Kirchenbrands

Nach dem Brand, bei dem am Samstag in der Sankt-Jodok-Kirche in Ravensburg ein Schaden in Millionenhöhe entstanden ist, wurde eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Ermittler prüfen auch, ob es einen Zusammenhang mit einem Feuer in einer weiteren Kirche im Landkreis Ravensburg gibt.

Der Brand brach am Samstag im vorderen Teil des linken Seitenschiffes der denkmalgeschützen Kirche Sankt Jodok aus. Dies hat ein zunächst gesuchter Zeuge den Ermittlern laut Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei zwischenzeitlich bestätigt. Als der Mann nachschaute, ob sich noch Personen in der Kirche befinden, hatten die Flammen bereits auf die Zwischendecke übergegriffen.

Die Ravensburger Kirche nach dem Brand von oben.
Die Ravensburger Kirche nach dem Brand von oben. | Bild: THW Weingarten

Zur Klärung dieses Brandes wurde am Wochenende eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe in Ravensburg eingerichtet. Ein gefahrloses Betreten des hauptsächlich betroffenen Kirchenteils ist den Ermittlungsbehörden zufolge noch nicht möglich. Nach Abschluss der Aufräumarbeiten und Sicherungsmaßnahmen sollen ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamts sowie Kriminalbeamte die Untersuchungen zur Brandursache aufnehmen.

THW Weingarten installiert ein Schutzgerüst in der Kirche.
Das THW Weingarten installiert ein Schutzgerüst in der Kirche. | Bild: THW Weingarten

Die Ermittler gehen auch der Frage nach, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Brand in Ravensburg und einer Sachbeschädigung in der katholischen Kirche Sankt Martin in Schlier (Kreis Ravensburg) gibt. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei zündete ein Unbekannter dort am vergangenen Samstag zwischen 9.45 und 11 Uhr ein Plakat an einer Stellwand an. Das Feuer erlosch von selbst wieder.

THW Weingarten installiert Schutzgerüst

In einer Pressemitteilung des Technischen Hilfswerks erklärte der Ortsverband Weingarten, dass nach gemeinsamer Erkundung und Besprechung in der Kirche feststand, ein Schutzgerüst aufbauen zu müssen. Ein brandgeschädigter Dachbalken war aufgefallen, worauf beschlossen wurde, diesen abzustützen. Zusätzlich bestand die Gefahr, dass auch kleinere und lose Teile des Daches während den Ermittlung der Polizei herunterstürzen könnten. Durch das Schutzgerüst ist sichergestellt, dass die Beamte der Polizei und Kriminalpolizei nun ohne Gefährdung weiter die Brandursache ermitteln können.

 

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