Ravensburg Planung für neues Polizeipräsidium Ravensburg läuft an

Polizeivizepräsident Uwe Stürmer startet mit der Planung des künftigen Polizeipräsidiums Ravensburg. Dazu gehört auch die Entflechtung der Landkreise Ravensburg und Sigmaringen sowie des Bodenseekreises. Außerdem soll sich die Polizeiarbeit eine neue Struktur geben.

Nach der Evaluierung der Polizeistrukturreform in Baden-Württemberg hat der Ministerrat der grün-schwarzen Landesregierung vergangene Woche für die regionale Umsetzung der Projektarbeit grünes Licht gegeben. So krempelt auch Uwe Stürmer die Ärmel seines Diensthemds hoch. Der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Konstanz soll als Projektleiter die Entflechtung der Landkreise Ravensburg und Sigmaringen sowie des Bodenseekreises vorbereiten und die Strukturen für ein neues Polizeipräsidium in Ravensburg aufbauen. "Wir werden zunächst in einer kleinen Gruppe die Arbeit aufnehmen, in der es um Grundlegendes wie Ressourcen und Finanzen, aber auch polizeiliche Fachfragen geht", erklärte Uwe Stürmer.

Letztere beinhalten auch die Themen, die schon vor der Evaluierung der Strukturreform besonders im Blickpunkt standen: Wo sind die Standorte der Fachbereiche wie Verkehr und Kriminalität, wie arbeitet ein Lagezentrum bei besonderen Vorfällen und Einsätzen? Viele Erfahrungen wurden bei der ersten Reform gemacht. Sowohl in positiver, als auch negativer Sicht. In der Kritik standen besonders die weiten Fahrstrecken von und nach Konstanz. Nicht wenigen Leitern der Polizeireviere und Fachabteilungen fehlte die Nähe zur Polizeiführung im Zuständigkeitsbereich. "Die Wege werden künftig kürzer sein, das steigert auch die Effizienz unserer Arbeit", ist sich Uwe Stürmer sicher. Die Detailfragen werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Am Ende soll laut Stürmer aber die klare Vorgabe stehen: "Die neue Struktur muss stimmig sein." 

Uwe Stürmer hat den Auftrag, das neue Polizeipräsidium Ravensburg zu installieren.
Uwe Stürmer hat den Auftrag, das neue Polizeipräsidium Ravensburg zu installieren. | Bild: Felix Kästle/dpa

Die Umsetzung der Evaluierung der Reform, die vom baden-württembergischen Innenministerium den Titel Polizeistruktur 2020 bekam, soll vor allem die Polizeiarbeit im Gesamten in ein neues Licht rücken. Die Bevölkerung erwarte zu Recht mehr Präsenz der Polizei, um das Sicherheitsgefühl aufrecht zu erhalten, dazu effektive Arbeit bei Ermittlung, Aufklärung und Prävention. In der Diskussion komme aber oft der Polizeibeamte selbst zu kurz. Wichtig werde im Zuge der Strukturplanungen für das künftige Ravensburger Polizeipräsidium, welche räumlichen Arbeitsbedingungen zur Verfügung gestellt werden. Optionen wurden in den vergangenen Monaten mehrfach in den Raum geworfen. So waren das frühere EnBW-Gebäude in der Charlottenstraße oder auch der Komplex der Deutschen Telekom im Gespräch. Die logischste, wenn wohl auch teuerste Lösung wäre, Gebäude und Grundstück der einstigen Polizeidirektion in der Gartenstraße zu nutzen.



Direkt neben dem früheren Kasernengebäude sollte ursprünglich das neue Polizeirevier Ravensburg entstehen. Doch nach dem Aushub der Baugrube wurde das Projekt gestoppt. "Das muss jetzt natürlich alles überplant werden", erklärte Polizeivizepräsident Uwe Stürmer. Er hofft, dass dann nicht nur das künftige Präsidium, sondern auch das Polizeirevier Ravensburg in geeignete Räume umziehen kann. Innenminister Thomas Strobl hatte für Ravensburg mehrfach den Begriff Musterpräsidium verwendet. Uwe Stürmer betonte: "Wenn wir jetzt die Strukturreform 2020 angehen, geht es auch um die Sicht auf die Polizei im Gesamten."


Polizeistruktur 2020

Nach der Entscheidung der Landesregierung, die Evaluierung der Polizeistrukturreform bis zum 1. Januar 2020 umzusetzen, nehmen im gesamten Land die 18 Projektverantwortlichen ihre Arbeit auf. Mit dem Teilprojekt 13 und der Neuinstallation eines Polizeipräsidiums Ravensburg wurde der Polizeivizepräsident Uwe Stürmer beauftragt. Neben der Analyse der Ressourcen, die zur Verfügung stehen, und Konzepte bei der Aufteilung der Fachbereiche steht die Entflechtung vom bisherigen Präsidium Konstanz auf der Liste der Aufgaben. Diese wird beim Aufbau der neuen Strukturen mit dem vom Ministerium gesteuerten Lenkungsausschuss zusammenarbeiten. Im April sollen die wichtigsten Eckpunkte dem Ministerrat vorgelegt werden. Das Polizeipräsidium Ravensburg soll für die Landkreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis zuständig sein.

 

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